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Drei Banner mit Sprüchen hängen jetzt an zehn Wertstoffinseln – um dem inneren „Schweinehund“ ins Gewissen zu reden. 

Wertstoffinseln

Gegen den „Müll-Schweinehund“

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Die Gemeinde Poing wehrt sich gegen den „Müll-Schweinehund“. Eine Banner-Aktion an Wertstoffinseln soll Bürgern ins Gewissen reden. 

Poing – Die Gemeinde Poing versucht an das Gewissen zu appellieren – mit großen Plakaten, auf den ein „Schweinehund“ zu sehen ist. Der „Müll-Schweinehund“. Den gelte es zu überwinden – und nicht Müll an den Wertstoffinseln zu entsorgen, der dort nicht hingehört. Oder außerhalb der Einwurfzeiten Wertstoffe in die Container zu werfen. Wegen dieser immer wiederkehrender Probleme hat die Verwaltung 30 Banner erstellen lassen, die nun an den zehn wichtigsten Wertstoffinseln aufgestellt worden sind. An jenen Standorten, an denen es immer wieder zu wilden Ablagerungen, Fehleinwürfen oder Ruhestörung kommt: an der Wildparkstraße, auf der Südseite des S-Bahnhofs, an der Alten Gruber Straße sowie Kirchheimer Allee/Mitterfeldring, Kirchheimer Allee/Rondell, Seewinkel, Zauberwinkel, Blumenstraße/Asternweg, Friedensstraße und Anzinger Straße. Das gaben Bürgermeister Albert Hingerl und Rathaus-Geschäftsführer Thomas Stark nun in der Gemeinderatssitzung bekannt.

Auch der derzeit aufgelöste Standplatz am Endbachweg (bei der Tennisanlage) gehört zu den Problemstandorten. Dort werden, nachdem die Bauarbeiten an der Unterführung abgeschlossen sind, demnächst wieder Wertstoffcontainer aufgestellt – und die Banner gleich mit dazu.

„Stop! Hör nicht auf den Schweinehund!“ ist auf allen drei Plakaten zu lesen. Darüber jeweils eine Gedankenblase des „Schweinehundes“. Nummer 1: „Meinen Müll, den schmeiss’ ich hier ins Eck! Es kümmert sich schon einer um mein’ Dreck!“
Nummer 2: „Nach 19 Uhr? Mir doch egal! Mein Müll muss weg – so ist’s nun mal.“
Nummer 3:
„Trennen? Da kann ich ja nur lachen! Das sollen mal die Anderen machen...!“

Auf den jeweiligen Bannern wird unter anderem auf die Einwurfzeiten (Montag bis Samstag von 7 bis 19 Uhr) hingewiesen sowie darauf, dass das Ablagern von Müll neben den Containern bzw. das Entsorgen von anderem Abfall, der nicht für die Wertstoffinseln vorgesehen ist, verboten ist und eine Geldstrafe nach sich ziehen kann.

Gerade an den größeren und zum Teil etwas abseits gelegenen Standorten kommt es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten und Verstößen – die meist erst dann auffallen, wenn der „Müllsünder“ schon wieder weg ist.

Um Tätern auf die Spur zu kommen, hat der Gemeinderat schon im Sommer 2018 beschlossen, eine Detektei zu beauftragen, die die Wertstoffinseln überwacht. Das ist bis heute noch nicht geschehen, wie Zweiter Bürgermeister Franz Langlechner (der den derzeit in Urlaub weilenden Rathauschef Albert Hingerl vertritt) berichtet. Es müssten noch Einzelheiten in Sachen Datenschutz geklärt werden. Die Aufgabe der Überwachung soll sein, Beweismaterial zu sammeln, das im Falle einer Anzeige vor Gericht anerkannt würde. Zum Beispiel Foto- und Videoaufnahmen sowie genaue Täterbeschreibungen.

Nun sind erst mal die Banner da, um an das Gewissen der Bürger zu appellieren, doch bitte nicht auf den inneren „Schweinehund“ zu hören. Sondern zum Wohle der Allgemeinheit sich an die Regeln der Wertstoff-Entsorgung zu halten. 

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