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Auf der Rückseite der Anwesen Schulstraße 30 und 30a (re.) will ein Bauherr Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Senioren errichten.

Bauvorhaben 

Wohngemeinschaft für Senioren: Eine gute Idee, aber...

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Direkt an den Reuterpark angrenzend plant ein Bauherr zwei Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Senioren zu bauen. Der Poinger Bauausschuss hat prinzipiell nichts dagegen, aber: 

Poing –Zwei neue Häuser, in denen ambulant betreute Wohngemeinschaften eingerichtet werden für pflegebedürftige Senioren: Diese Idee, die ein privater Grundstückseigentümer in Poing-Süd an der Schulstraße 30 und 30a umsetzen möchte, finden die Mitglieder des Bauausschusses des Gemeinderates Poing prinzipiell gut. Dennoch stehen alle Fraktionen dem Vorhaben skeptisch gegenüber – wegen der räumlichen Situation und weil sie ein Parkplatzchaos befürchten. Nach längerer Diskussion wurde der Neubau-Antrag auf die nächste Bauausschusssitzung Anfang März vertagt. Bis dahin sollen in Gesprächen zwischen Gemeinde, Bauherr und Landratsamt mögliche Alternativlösungen gesucht werden.

Poing: Parkplatzchaos befürchtet

Hinter den bestehenden Gebäuden an der Schulstraße 30 (altes Schulgebäude) und 30a (wo sich im Erdgeschoss eine Arztpraxis befindet), direkt an den Reuterpark angrenzend, plant der Bauherr zwei Häuser mit Wohngemeinschaften für insgesamt 24 Bewohner. Diese würden in den Erd- und Obergeschossen untergebracht. In den beiden Dachgeschossen sind Wohnungen für Pflegepersonal (jeweils fünf Personen) vorgesehen. Die Pflege der Bewohner würde ein ambulanter Pflegedienst übernehmen, bedeutet: Die Mitarbeiter sind lediglich im Rahmen der tatsächlichen Pflege in der Wohngemeinschaft.

Bauausschuss Poing sieht Probleme

Die Gemeindeverwaltung hat errechnet, dass für das gesamte Vorhaben zehn Auto-Stellplätze nachzuweisen sind. Laut eingereichtem Plan würden diese oberirdisch situiert, eine Tiefgarage ist nicht geplant. Die Zufahrt zu den Stellplätzen bzw. zu den Häusern würde über die Schulstraße sowie über die Waldstraße erfolgen.

„In meinen Augen ist das Grundstück für dieses Vorhaben zu klein“, sagte Bauausschussmitglied Herbert Lanzl (CSU) und fügte hinzu: „Das ist schade, aber die baulichen Voraussetzungen sind nicht gegeben.“ Die beiden Fraktionssprecher Ludwig Berger (CSU) und Peter Maier (SPD) äußerten die Befürchtung, dass es insbesondere durch Besucherverkehr und den ambulanten Pflegedienst zu großen Parkplatzproblemen in diesem Bereich der Schul- und auch der Rathausstraße kommen könnte. Berger sprach gar von einem zu erwartenden Fiasko.

Poing: Entscheidung vertagt

Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) schlug aufgrund der Bedenken vor, noch keine Abstimmung zum Bauvorhaben durchzuführen, sondern den Tagesordnungspunkt auf die März-Sitzung des Bauausschusses zu verschieben. Bis dahin könnten neue Pläne und Lösungsansätze erarbeitet werden. Der Bauausschuss stimmte diesem Vorgehen zu. 

Das Grundstück war in der Vergangenheit schon mehrmals Thema im Gemeinderat. Unter anderem wegen der Fällung von Bäumen. 

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