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Stadtführung: Schlangens Bürgermeister Ulrich Knorr führte die Poinger durch die Kreisstadt Paderborn. 

Poinger Akkordeonorchester beim Partnerverein in Schlangen

Was für ein schöner Besuch

Da wurde gemeinsam gefeiert und musiziert.

Poing – Julia ist eine junge Mutter aus Schlangen nahe Paderborn in Nordrhein-Westfalen. Zu ihren Hobbys gehört Akkordeonmusik, jahrelang war sie im Akkordeonorchester Schlangen aktiv. Bis es ihre Familie aus beruflichen Gründen nach Bayern verschlug, in Poing fand sie eine passende Wohnmöglichkeit. Dank dem örtlichen Akkordenorchester „accordeonissimo“ konnte Julia weiter in einer Gruppe musizieren.

Sie hatte vor zwei Jahren die Idee, ihr ehemaliges Orchester aus Schlagen zum zehnten Geburtstag von „accordeonissimo“ nach Poing einzuladen. Dieser Besuch wurde zum großen Erfolg, jetzt gab es den Gegenbesuch. Der Anlass: Der Schlangener Verein wurde 60 Jahre alt.

Nach gründlichem Einstudieren mehrere Kompositionen unter dem neuen Dirigenten Martin Sellmeir startete „accordeonissimo“ Richtung Nordrhein-Westfalen. Schon gleich nach der Ankunft erlebten die Gäste aus Bayern einen ersten Höhepunkt: Der Schlangener Bürgermeister Ulrich Knorr führte die Poinger durch die Kreisstadt Paderborn und erläuterte einige Sehenswürdigkeiten. Er war auch Gast beim Jubiläumskonzert im Schlangener Bürgersaal und beim Frühschoppen am Tag danach.

Nach der gemeinsamen Probe am Vormittag gehörte der zweite Tag der Geschichte, denn mit großem Stolz zeigten die Gastgeber den Poingern ihren berühmten Hermann. Ein insgesamt mehr als 50 Meter hohes Denkmal des Cheruskerfürsten Arminius (deutsch: Hermann) zur Erinnerung an die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr., bei der germanische Stämme unter Arminius’ Führung römischen Legionen eine entscheidende Niederlage beibrachten.

Gestärkt mit „Lippischem Pickert“ und anderen kulinarischen Spezialitäten konnte später das Jubiläumskonzert starten. Während die Gastgeber mit Dirigentin Waltraud Hartung den Abend unter anderem mit Kompositionen aus „Phantom der Oper“, „Transsylvanien“, „Das Boot“ und einem Helene-Fischer-Medley eröffneten, legte „accordeonissimo“ mit „Pasadena“, „City Moments“, „Oregon“ und „Bayerische Polka“ gekonnt nach. Zum Abschluss gab es stehenden Beifall im vollen Saal, als beide Orchester mit rund 40 Akkordeons gleichzeitig bei Walzer Nr. 2 und „Libertango“ erklangen. Beide Dirigenten kamen nacheinander zum Einsatz, die Poinger überreichten als Geburtstagsgeschenk ein Fass Bier, gespendet von der Privatbrauerei Schweiger aus Markt Schwaben.

Gemeinsam wurde bis in die Nacht gefeiert, trotzdem spielte „accordeonissimo“ am Sonntag noch zum Frühschoppen auf, ehe der Bus in Richtung Heimat startete. „Es gibt bald ein Wiedersehen“, lautete ein Kernsatz bei den freundschaftlichen Umarmungen zum Abschied.  dul

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