Stefan Rossmann

KOMMENTARBürgerhaus

Keine falschen Hoffnungen schüren

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Kommentar zur Diskussion um den Weiterbau des Poinger Bürgerhauses:

Der Antrag der SPD-Bürgerliste zum Start der Planungen für den zweiten Bauabschnitt des Bürgerhauses klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar. Poing ist groß genug für einen Veranstaltungssaal für bis zu 500 Besucher und für weitere Räume als Treffpunkt. Auf den zweiten Blick aber ist es nichts anderes als ein Luftschloss. Das freilich jeder gerne haben möchte (ein Kino und ein Freibad übrigens auch), das aber finanziell nicht möglich ist. Nächstes Jahr erreicht Poing die Rekordverschuldung von 30 Millionen Euro.

Die Gemeinde zahlt in diesen Jahren den Preis für den selbst auferlegten Wachstum. Mehr Zuzug = mehr Infrastruktur wie Schulen, Kitas, Lehrschwimmbad, Ausbau Anzinger Straße. Hinzu kommt die neue Unterführung am S-Bahnhof. Und dann ist da noch die dringend notwendige Erweiterung des Sportzentrums. Der Weiterbau des Bürgerhauses muss hinten anstehen.

Das weiß auch die SPD-Fraktion, hat sie doch den Haushaltsplanungen (stets ohne Bürgerhaus) der vergangenen Jahre mit zugestimmt. Warum dann jetzt der Antrag? Ist es Realitätsverlust? Oder doch schon Wahlkampf? Falls Letzteres, sollte man den Bürgern keine falschen Hoffnungen machen, sondern ihnen schlichtweg die Wahrheit sagen.

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