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Auf geht‘s zum US-Car-Treffen: Al Feil reist mit Cadillac und Freunden von Poing nach Schweden

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Von: Armin Rösl

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Spaß in Schweden mit Cadillac und Freunden: „Al“ Feil
Spaß in Schweden mit Cadillac und Freunden: „Al“ Feil © Privat

Dafür ist kein Weg zu weit: Albert „Al“ Feil und seine Freunde sind im Oldtimer-Cadillac zu großem US-Car-Treffen nach Schweden gefahren.

Poing – Klar muss man positiv verrückt sein, mit einem US-Oldtimer-Schlitten 34 Stunden (inklusive sechs Stunden auf der Fähre) nach Schweden zu fahren. Zum „Summer Meet“ in Västerås, wo Fans von US-Cars mit ihren Wagen aus aller Welt zusammenkommen zum Feiern, Schauen und Cruisen. Mehrere tausend Oldtimer waren auch dieses Mal im Juli da, darunter Albert „Al“ Feil aus Poing mit seinen Freunden Schorsch, Christa und Choker vom Reminiscents Car Club, den „Al“, wie ihn alle nennen, gegründet hat.

Geschwindigkeit eher im niedrigen Bereich

Auf seiner Reise in den hohen Norden hat das Quartett insgesamt 4127 Kilometer zurückgelegt – in einem weißen 1968er Pontiac Bonneville. Durchschnittsgeschwindigkeit: 80 bis 100 km/h, Benzinverbrauch: etwa 13 Liter pro 100 Kilometer. Ohne Pannen, ohne Probleme. „Wir mussten nur einmal 300 Milliliter Öl nachschütten“, erzählt „Al“. Auf dem Heimweg haben er und seine Gefährten das Astrid-Lindgren-Museum besucht, Lönneberga, den Auto-Waldfriedhof Ryd im schwedischen Småland (die Bewohner parkten ihre alten Autos einfach im Wald und überließen sie Wind und Wetter) und den vermutlich größten Schrottplatz Europas bei Osby. „Dort findest du Ersatzteile, die du sonst nirgends bekommst“, sagt „Al“.

„Es war eine tolle Zwölf-Tage-Tour“, schwärmt der 32-jährige IT-Sicherheitsbeauftragte aus Poing. Schon als Kind spielte er gerne mit amerikanischen Modellautos, seit vielen Jahren fährt er US-Oldtimer in groß. In Poing erkennt man ihn mit seinem 1972er Mercury Marquis Brougham, mit dem er vor allem an Wochenende durch die Gegend genussfährt, sprich: cruist. Geschwindigkeit ist hier Nebensache, das Lebensgefühl zählt. Weshalb „Al“ in den Sommermonaten häufig bei US-Car-Treffen ist.

Die Haare zur Tolle gefönt

Die Zeit der 1950er-Jahre haben es ihm angetan, „Al“ kleidet sich wie ein Dandy, liebt Rockabilly-Musik und föhnt seine Haare zur Tolle. Als er 2019 das letzte Mal beim „Summer Meet“ in Västerås war (war auch die letzte Veranstaltung vor der Corona-Pandemie), gewann er dort mit seiner Tolle den „Rockabilly-Haircontest“. Die Jury bestand aus Pin-up-Girls im Stile der 1950er-Jahre.

Heuer hat er bei diesem Wettbewerb nicht teilgenommen. „Dank Corona war ich eh der längste Titelträger aller Zeiten“, sagt er lachend.

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