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Natalie (43) und Carsten (50) Stadler-Thurow zeigen das Flugblatt, mit dem sie verzweifelt nach „Lippi“ suchen.

Geliebter Frosch spurlos verschwunden

Irre Jagd nach „Lippi“: Poinger Ehepaar setzt Belohnung für Stofftier aus

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Ein Poinger Ehepaar hat 500 Euro Belohnung ausgesetzt und hofft so ,  seinen „Lippi“ wieder zu bekommen. Dabei handelt es sich um einen Frosch aus Stoff. 

Poing – Für seine Adoptiv-Eltern ist er alles, auf Instagram hat er einen eigenen Account („lippisworld“), aktuell folgen ihm 1470 Menschen aus aller Welt: Lippert, kurz „Lippi“. Ein knuddeliger Frosch aus Stoff, der Natalie (43) und Carsten (50) Stadler-Thurow überall hin begleitet. Seit Donnerstag, 29. November, aber ist für das Ehepaar aus Poing sowie für die Fangemeinde eine Welt zusammengebrochen: „Lippi“ ist weg! Die ganze Plüschtier-Gemeinde weltweit nimmt Anteil an seinem Verschwinden. Kein Witz: „Lippi“ ist dermaßen beliebt, dass er Fanpost bekommt. Aus London, aus Hongkong, von den Philippinen und so weiter.

Zwischen 16 und 17 Uhr war’s am Donnerstag auf dem Parkplatz des Lidl-Marktes in Poing. Als das Paar zurück zum Auto kam, bemerkte es: das Plüschtier ist nicht mehr da. Wie der Frosch verschwinden konnte? Natalie und Carsten können es sich nicht erklären. Allerdings hatten sie vergessen, das Auto, in welchem er lag, während des Einkaufs abzusperren. „Es kann aber auch sein, dass er vom Einkaufswagen runtergefallen ist und wir es zu spät bemerkt haben, sodass jemand ,Lippi’ mitgenommen hat. Wir haben überall gesucht, auf und rund um den Parkplatz, in Mülleimern, in Gebüschen.“ Keine Spur von Lippert.

„Für uns ist er mehr als nur ein Plüschtier“, sagt Natalie Stadler-Thurow, die als Sachbearbeiterin tätig ist. Ja, sie wisse, dass sich das „doof anhört“, aber: „Das Schicksal wollte uns keine Kinder schenken.“ Der Stofffrosch, den sie seit gut zehn Jahren besitzen, sei ein Ersatz geworden – und ihnen immer stärker ans Herz gewachsen. „Er war und ist für mich immer da, auch in der Zeit, als ich schwer krank war. Er spendet mir Trost, wenn es mir schlecht geht. Wir lieben ihn über alles!“

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Das Ehepaar hat hunderte Flugblätter gedruckt und verteilt. 500 Euro Belohnung haben die Adoptiv-Eltern für ihren Lippert ausgelobt. Viel Geld, das ist ihnen bewusst, aber: „Lippi ist unser ein und alles.“ Auf den Flugblättern haben sie ihre Handynummer geschrieben für Hinweise. „Es hat auch schon jemand angerufen und uns erpresst. Er hat gedroht: Sollten wir nicht 1500 Euro zahlen, würde er ,Lippi’ zerstückeln“, erzählt Natalie Stadler-Thurow und schluchzt. Eine anonyme, unterdrückte Nummer, weshalb der Anrufer nicht nachvollziehbar sein. „Wir würden ihn sonst anzeigen.“

Die Poinger wollen die Hoffnung nicht aufgeben: „Vielleicht geschieht ja noch ein Weihnachtswunder, und der Frosch taucht wieder auf.“ Unter den Hashtags #lippikommheim und #lichtfürlippi suchen die Adoptiv-Eltern in sozialen Netzwerken nach Lippert. Der Suchaufruf hat über 200 Fan-Kommentare, die der Familie das Beste und die Lippis Rückkehr wünschen.

Lippi wird schmerzlich vermisst.        

Einfach einen Ersatz kaufen? Unmöglich. „Das wäre nie und nimmer unser Lippi“, sagt Natalie Stadler-Thurow. Ihr Mann Carsten fügt hinzu: „Lippert ist von uns beseelt.“ Auch deshalb haben die beiden ihr Weihnachtsgeld zusammengekratzt und wollen es demjenigen als Belohnung geben, der den Stofffrosch heil zurückbringt.

Die Mobilfunknummer der Adoptiv-Eltern lautet: (0173) 3 13 07 27.

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