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„Lebendige Himmel“ heißt die Serie von insgesamt acht Bildern, die Tamara Suchan am Wochenende präsentieren wird. Sie organisiert die Austellung der Poinger Galerie und sagt: „Bei uns darf jeder ausstellen“. 

Poinger Galerie

Eine wunderbare Idee

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Am Wochenende ist die Jahresausstellung der Poinger Galerie. Dahinter steckt eine wunderbare Idee. 

Poing – Kunst ohne Vorschriften, ohne Vorgaben, ohne Preisdruck, ohne Jury, ohne Konkurrenzdenken: Das ist die Poinger Galerie. So erklärt es Tamara Suchan, die heuer zum fünften Mal die Ausstellung organisiert. „Die Poinger Galerie ist nur eine Idee“, sagt sie mit einem Lächeln. Keine Künstlervereinigung, keine Galerie im eigentlichen und räumlichen Sinne, nein, einfach die Möglichkeit, seine Werke zu zeigen. Zwanglos. „Es gibt keine Vorschriften“, betont die 72-jährige Poingerin.

Sie selbst malt seit Jahrzehnten und stellt auch dieses Mal wieder aus: Die Serie „Lebendiger Himmel“ aus acht Bildern in Acryl. Insgesamt sind am kommenden Wochenende in der Aula der Anni-Pickert-Schule Bilder von 16 Hobbykünstlern zu sehen. Aus Poing, aus München, aus der Region. Unter anderem wird ein sechs Meter langes Altarbild aufgehängt sein.

„Die Poinger Galerie hat mittlerweile einen guten Ruf, das freut mich sehr“, erzählt Suchan. Deshalb würden sich schon ab November, wenn sie erstmals zur Teilnahme für die Ausstellung im Frühjahr aufruft, zahlreiche Künstler melden.

Als sie vor vielen Jahren (die Poinger Galerie gibt es seit den 1980er-Jahren, genau wisse das aber keiner, sagt die heutige Organisatorin) zum ersten Mal angefragt hatte, sei sie ziemlich nervös gewesen, erzählt Tamara Suchan. Egal, sie hat sich getraut – und sich gleich wohlgefühlt. Eben weil es kein „ich bin besser als du, was willst du hier“ gab. Das gilt bis heute: „Bei uns darf jeder ausstellen.“ Gleichwohl betont sie: „Es sind keine Unfähigen dabei.“ Mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „Jeder weiß selbst, ob er seine Bilder herzeigen kann.“

Für viele sei die Poinger Galerie die erste Ausstellung, bei der sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. „Gerade der Anfang ist schwer – etwas zu finden, wo man ausstellen kann. Und vor allem: Jemanden zu finden, der einem die Möglichkeit dazu gibt.“ Genau das eben sei die Idee der Poinger Galerie.

Die hätte vor ein paar Jahren beinahe ihr Ende erlebt. „Bis dahin wurden die Ausstellungen immer von jemandem aus dem Gemeinderat organisiert“, erzählt Tamara Suchan. Als sich niemand mehr bereiterklärt habe, gab es ein Treffen mit Hobbykünstlern, bei dem sie vorschlug: „Dann machen wir Künstler es halt selbst.“ Zack, schon war sie die Organisatorin. Vier Jahre zusammen mit Bernd Schwander, dieses Mal erstmals allein. Die Poinger Galerie und ihre wunderbare Idee leben weiter. „Ich fände es sehr schade, wenn es sie nicht mehr geben würde“, nennt die 72-Jährige als Motivation zum Weitermachen.

Die Ausstellung der Poinger Galerie mit Bildern von insgesamt 16 Hobbykünstlern findet an diesem Wochenende in der Aula der Anni-Pickert-Schule statt. Vernissage ist am Samstag, 23. März, um 15 Uhr. Geöffnet ist bis 19 Uhr. Am Sonntag ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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