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Geht es nach den Grünen, soll der Volksfestplatz Am Hanselbrunn der Standort für das neue Gymnasium werden.

Poinger Grüne wollen Schule auf Volksfestplatz

Gymnasium statt Kettenkarussell

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Die Poinger Grünen sehen den Bau des Gymnasiums im künftigen Neubaugebiet W7 kritisch. Nicht wegen der Schule an sich, sondern wegen des Standorts.

Poing –„Die Lage erscheint aus verkehrs- und ortsplanerischen Gesichtspunkten problematisch“, schreiben die Mitglieder Gemeinderatsfraktion in einem Antrag an Bürgermeister Albert Hingerl und den Gemeinderat. Sieglinde Pehl, Werner Dankesreiter und Dominik Fuchs fordern darin, dass das Gymnasium auf dem Volksfestplatz errichtet wird.

Als Begründung für eine Verlegung des bereits von Planern und Gemeinderat ins Auge gefassten Standortes an der Bergfeldstraße (zwischen der heutigen Hundewiese und dem Übergang zum Westring) für das Gymnasium führen die Grünen mehrere Argumente an. Erstens: „Durch die frei werdende Fläche könnte das Neubaugebiet W7 lockerer bebaut werden. Es würde Spielraum für Grünflächen und Alleen gewonnen und die Höhe der Bebauung könnte bei gleichbleibender Geschoßfläche reduziert werden.“ Nach bereits gefasstem Beschluss des Gemeinderates wird im W7, ebenso wie im W8, Wohnraum für 2000 Menschen geschaffen – größtenteils in mehrstöckigen Häusern.

Zweites Argument der Grünen: „Der Standort am Bergfeld würde die ohnehin angespannte Verkehrssituation in der Bergfeldstraße und im Westring mit zusätzlichen Schulbussen sowie einem hier noch höher zu erwartenden Individualverkehr belasten.“ Außerdem: Zusätzliche Schulbusse würden für die Gemeinde mittel- und langfristig weitere Kosten bedeuten.

Für den Standort Volksfestwiese (Am Hanselbrunn) spricht nach Ansicht der Grünen, dass dieser fußläufig vom S-Bahnhof und den dortigen Bushaltestellen gut erreichbar sei. Außerdem seien an der Straße Am Hanselbrunn ausreichend Parkplätze am nahegelegenen Sportzentrum vorhanden.

Für den Alternativ-Standort spricht nach Ansicht der Grünen zudem: „Die Straße Am Hanslbrunn ist bisher mit wenig Verkehr belastet und weist daher genug Kapazität für den unvermeidlichen Zusatzverkehr auf.“ Als weitere Argumente für den Volksfestplatz schreiben die Grünen in ihrem Antrag: „Das Sportzentrum liegt in unmittelbarer Nähe. Eine Lärmbelästigung für Wohngebiete wird vermieden.“

Der Antrag wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen auf die Tagesordnung kommen. Am Ende merken Pehl, Dankesreiter und Fuchs an: „Uns ist bewusst, dass die zur Verfügung stehende Grundstücksfläche Am Hanslbrunn kleiner als diejenige im W7 ist. Dieser Umstand kann eventuell durch eine höhere Bebauung ausgeglichen werden. Für das Volksfest wäre ein neuer Standort zu suchen. Dieser muss allerdings nicht so zentral liegen und könnte auch auf einer Pachtfläche situiert sein.“

Ende 2017 hat der Kreistag entschieden, dass das fünfte Gymnasium im Landkreis Ebersberg in Poing gebaut wird (wir berichteten). Der Antrag auf Genehmigung wurde kurz vor Weihnachten im Kultusministerium eingereicht.

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