Spielplatz
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Neben der Skateranlage befindet sich am Endbachweg dieser Spielplatz. Er könnte zu einem Standort für einen Jugendtreffpunkt umgestaltet werden. 

Sprechstunde

Poinger Jugendliche wollen eigenen Treff: Ideen werden gesammelt

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Jugendliche in Poing wünschen sich einen selbstverwalteten Treff. Ideen hierfür hat Jugendpflegerin Martina Venus in der ersten Jugendsprechstunde gesammelt.

Poing – Einen Unterstand, einen Bauwagen vielleicht, das wünschen sich Jugendliche in Poing. Als Treffpunkt, von ihnen selbstverwaltet. Dieser Wunsch sei bei der ersten Jugendsprechstunde mehrmals geäußert worden, berichtet Martina Venus. Die 25-Jährige ist seit Oktober 2020 Poings hauptamtliche Jugendpflegerin und hat die Sprechstunde ins Leben gerufen. Der erste Termin fand wegen der Corona-Pandemie telefonisch statt, etwa 20 Jugendliche haben sich gemeldet. Venus ist mit dieser Resonanz sehr zufrieden.

Poings Jugendpflegerin Martina Venus.

„Bringe Wünsche ein, setze Ideen um und gestalte mit, damit dein Poing noch mehr für dich bietet!“, heißt es auf www.poing.de im Begleittext zur Jugendsprechstunde. Die trägt den Titel „MEETING POIN(G)!“. „Erzähl’ mir, was dir in Poing fehlt oder was du verändern willst. Gemeinsam sehen wir, was möglich ist“, schreibt Martina Venus auf der Internetseite.

Poing: Jugendreferat neu strukturiert

Ein Treffpunkt, möglichst zentral, von Alt- und Neu-Poing aus gleich gut erreichbar: Hierfür habe sie zusammen mit den Jugendlichen, die bei der ersten Sprechstunde angerufen haben, Ideen gesammelt und mögliche Standorte diskutiert. Das Thema „selbstverwalteter Treffpunkt“ stehe für 2021 sowieso auf dem Programm, sagt Venus. Zusammen mit Torsten Gürntke (Sachgebietsleitung Pädagogik im Jugendreferat) berichtete sie im November 2020 dem Gemeinderat von Überlegungen im Rahmen des Jugendkonzepts. Ein möglicher Standort für einen von Jugendlichen selbst verwalteten, überdachten Treff könnte demzufolge der Abenteuerspielplatz am Endbachweg sein, der sich direkt neben der Skateranlage befindet. Dieser sei wenig attraktiv für Kinder, hier könnte man über eine Umgestaltung nachdenken. „Die Lage und das Gelände des Areals bieten (...) eine ideale Voraussetzung zur Schaffung eines zentralen Freiraumes für Jugendliche“, sagten Venus und Gürntke in der Gemeinderatssitzung.

Petition für Pumptrack

Weiteres Thema bei der ersten Jugendsprechstunde war die Errichtung einer Pumptrack-Anlage, erzählt Martina Venus. Bereits im Mai 2020 hatten zwei Poinger Jugendliche eine Online-Petition gestartet mit der Bitte, die Gemeinde möge eine derartige Mountainbikestrecke realisieren. Prinzipiell sind Verwaltung und Gemeinderat dafür, derzeit sei man dabei, mehrere Flächen zu untersuchen, die als Standort infrage kommen, so Venus.

Was macht eine Jugendpflegerin in diesen Zeiten, in denen kein oder nur kaum echter Präsenz-Kontakt zu Jugendlichen möglich ist? „Planen, planen, planen“, antwortet Martina Venus und zählt auf: Projekte, Jugendkonzept ausarbeiten und Ferienprogramm. „Wir versuchen, für die Ferien was in der Hinterhand zu haben, um spontan was machen zu können, wenn es coronabedingt wieder erlaubt ist“, berichtet sie. Anders als in den bisherigen Jahren sollen die künftigen Ferienprogramme verstärkt Angebote auch für Jugendliche beinhalten.

Jugendsprechstunde „MEETING POIN(G)T“

Die nächsten Termine von „MEETING POIN(G)T“: 19. März und 23. April (jeweils Freitag), von 14 bis 17 Uhr. Telefonnummer: (08121) 257217. Wegen der Corona-Situation finden die Sprechstunden vorläufig telefonisch statt. Später sind sie als Präsenzveranstaltungen geplant.

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