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Neue Geschäftsführerin: Gabriela Kemether. 

Poinger Kinderbetreuung

Die Menschen hinter den Zahlen sehen

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Die Kinderland Plus gGmbH hat eine neu Geschäftsführerin. Mit Elan will Gabriela Kemether an die neuen Aufgaben gehen.

Poing – Das bunte Logo, die bunten Buchstaben des Namens „Kinderland“, das habe sie sofort positiv angesprochen, erzählt Gabriela Kemether. Als über das Online-Portal Stepstone die Stellenanzeige der gemeinnützigen Kinderland PLUS GmbH aus Poing aufploppte, sei sie wegen des bunten Logos hängen geblieben. Das Kinderland war auf der Suche nach einer neuen hauptamtlichen Geschäftsführerin, nachdem Maria Boge-Diecker in den Ruhestand gegangen war. Gabriela Kemether aus Landshut sah sich die Anzeige genauer an: „Insbesondere hat mich das bilinguale Angebot fasziniert“, erzählt sie. Und die Struktur der gGmbH, die mehrere Kindertagesstätten und -betreuungseinrichtungen in Poing und darüber hinaus betreibt. Aktuell seien an den verschiedenen Standorten insgesamt 1643 Plätze belegt, berichtet die neue Geschäftsführerin. Kinderland PLUS habe momentan 328 Beschäftigte, inklusive Verwaltung und Praktikanten. Kemether hat sich beworben – und ist seit 1. April neue Kinderland-Geschäftsführerin.

Anzeige war sehr ansprechend

Die 58-jährige Diplom-Betriebswirtin war zuletzt kaufmännische Leitung und in der Geschäftsführung des Familienpflegewerks in München. Dieses sei, ebenfalls wie das Kinderland in Poing, aus dem Ehrenamt bzw. aus einem Verein heraus aufgebaut worden. Die Umstrukturierung sei wichtig gewesen, weil: „Kinderbetreuung kann man heute nicht mehr rein ehrenamtlich leisten“, sagt sie. Verantwortung und Druck seien schlichtweg zu groß, dazu die vielen Aufgaben und behördlichen Vorgaben wie die Einhaltung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetztes (BayKiBiG). Und: „Der Anspruch der Eltern ist gestiegen: eine Kita bedeutet für viele nicht mehr nur Betreuung, sondern auch Erziehung.“

Bis zum Jahr 2000 hat Gabriela Kemether im Bankenwesen gearbeitet, erzählt sie. Irgendwann aber wollte sie etwas anderes machen, als nur Zahlen. Und herausfinden, was hinter nüchternen Zahlen steckt. Meistens seien es ja Menschen, sagt sie. Also ist sie zum BRK und hat in der Altenpflege gearbeitet. Später wechselte sie zum Familienpflegewerk. Dort hatte sie als kaufmännische Leiterin zwar wieder mit Zahlen zu tun, aber eben auch mit Menschen. Was ihr in ihrer Aufgabe damals sowie jetzt als Geschäftsführerin bei der Kinderland PLUS gGmbH wichtig sei: den Menschen, sprich Beschäftigten, die Zahlen zu erläutern.

Nächste Eröffnung in Landsham

Die nächste Kita, die das Kinderland eröffnet, ist jene im Neubaugebiet Landsham-Süd. Diese startet im September, wegen Problemen bei der Bau-Ausschreibung durch die Gemeinde Pliening ein Jahr später als ursprünglich geplant. Bislang, berichtet Kemether, liegen 58 Anmeldungen vor. „Wir werden mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen beginnen“, kündigt sie an. Das notwendige Personal sei bereits vorhanden. Zahlen, hinter denen jeweils ein Mensch steckt.

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