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Gute Laune und gut zu tun: die ehrenamtliche Radlwerkstatt in Poing. 

Selbsthilfe

Poinger Radlwerkstatt ab jetzt für alle offen

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Anfangs nur für Asylbewerber, nun für alle: Die Poinger Radlwerkstatt kann inzwischen von jedem genutzt werden.

Poing – Nachdem vor etwa fünf Jahren die ersten Flüchtlinge auch in Poing angekommen und untergebracht worden waren, stellte sich schnell ein Problem heraus: Um von A nach B zu kommen, auch über größere Strecken, braucht’s ein Transportmittel, und zwar ein günstiges. „Aus dieser Not wurde die Fahrradwerkstatt Poing geboren“, berichtet der Energie- und Umweltbeirat der Gemeinde Poing jetzt in einer Bilanz. Mittlerweile steht die Werkstatt nicht nur Asylbewerbern offen, sondern jedem Poinger Bürger. Wer etwas an seinem Fahrrad reparieren möchte, kommt einfach vorbei und kann sich von ehrenamtlichen Helfern unterstützen lassen. Geöffnet ist jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr. Ach so: Wo? Im Erdgeschoss des alten Poinger Pfarrhauses an der Anzinger Straße 16. Die katholische Pfarrei hat die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Ersatzteile können gratis aus den vorhandenen Schrotträdern recycelt werden, informiert der Energie- und Umweltbeirat, „ein paar Sachen kann man auch zum Selbstkostenpreis kaufen“. Wer kein Fahrrad hat, kann eines aus dem Fundus aussuchen, reparieren und gegen einen Unkostenbeitrag von 25 Euro mitnehmen; ein Schloss im Wert von meistens zehn Euro muss dazu gekauft oder ein eigenes vorgezeigt werden, informieren die Betreiber. Die Werkstatt bekommt die Fahrräder aus Schenkungen vom Wertstoffhof oder vom Bauhof.

Vieles gibt es gratis

Für Reparaturen hat die Fahrradwerkstatt drei Arbeitsplätze mit ausreichendem und gutem Werkzeug, informiert der Energie- und Umweltbeirat: „Kommen Sie vorbei und reparieren Sie selbst und bei Bedarf kann Ihnen meist ein Helfer Rat geben.“ Nach getaner Arbeit freuen sich die Ehrenamtlichen, wenn die „Kunden“ selbst noch etwas helfen, beispielsweise fegen, Reifen von anderen Rädern aufpumpen oder ein Licht von einem Schrottrad abmontieren für den Teile-Fundus.

Am Anfang gab es alte Fahrräder und Ersatzteile

Die Poinger Radwerkstatt ins Leben gerufen haben damals Dennis Urban und Ralf Grabenhorst, die vorher schon ehrenamtlich in Pliening für Flüchtlinge eine Werkstatt betrieben haben. Sie besorgten alte Fahrräder und Werkzeug und öffneten die Werkstatt. Migranten konnten sich dort ein Fahrrad aussuchen und unter Anleitung der beiden Gründer herrichten, sodass es fahrtüchtig und verkehrstauglich war. „Das reparierte Fahrrad konnte dann für einen geringen Preis erworben und mitgenommen werden“, schreibt der Energie- und Umweltbeirat.

Nachdem Urban und Grabenhorst den Service ein paar Jahre angeboten hatten, übernahmen vor circa zwei Jahren Jeroen Buters und Uli Bardolatzy die Leitung. Dennis Urban und Ralf Grabenhorst arbeiten weiterhin mit, außerdem helfen noch Thomas Belzner und Daniel Winkler bei Bedarf aus sowie Torsten Buters und Max Rißmann. Jeden Sonntag, von 10 bis 12 Uhr, für jeden.

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