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Zunächst sind sie als Sternsinger in der Gemeinde Poing unterwegs, dann fahren sie nach Berlin, wo sie Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt besuchen: Christina (16), Marius (12) und Veronika (17). 

Poinger Sternsinger bringen Politikern den Segen

Erst Seehofer, jetzt Merkel

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Bevor sie am Montag, 8. Januar, Bundeskanzlerin Angela Merkel den Segen bringen, marschieren Veronika Paul, Christina Schultz und Marius Germeier  als Sternsinger in Poing von Haus zu Haus.

Poing – Der zwölfjährige Marius trägt den Stern, Veronika (17) und Christina (16) schlüpfen in die Rolle einer der Heiligen Drei Könige, nur Paula Germeier, die normalerweise die vierte in der Gruppe ist, fehlt ausnahmsweise. Die 16-jähriger Schwester von Marius ist krank und wird vertreten, doch bis zum großen Auftritt am Montag im Bundeskanzleramt in Berlin will sie wieder fit sein.

Die vier Jugendlichen aus Poing vertreten das Erzbistum München und Freising beim traditionellen Sternsinger-Empfang bei Kanzlerin Angela Merkel. Die Gruppe beteiligte sich an einem Wettbewerb der Aktion Dreikönigssingen und hatte Losglück: Veronika, Christina, Paula und Marius wurden als offizielle Vertreter gezogen. Aus allen 27 deutschen Diözesen und Erzdiözesen werden Sternsinger im Bundeskanzleramt sein, vier Lieder singen und den Segen „Christus segne dieses Haus“ bringen. Die vier Poinger werden beim Zwei-Tages-Trip von Veronikas Mutter Andrea Paul begleitet.

Allein die Fahrt von der Jugendherberge in Berlin zum Kanzleramt wird aufregend, erzählen Veronika, Christina und Marius, die den Programmablauf bereits erhalten haben: „Wir werden in Polizeibussen hingebracht.“ Quasi höchste Sicherheitsstufe. Um 11 Uhr beginnt der Empfang bei Angela Merkel, mit Singen, Segen und Hände schütteln. „Da ist jede Menge Presse und von jeder Gruppe wird ein Foto mit der Kanzlerin gemacht“, wissen die drei.

Veronika Paul, Christina Schultz und die noch erkrankte Paula Germeier haben ähnliches vor einem Jahr schon erlebt, beim Dreikönigsempfang des bayerischen Ministerpräsidenten. Händeschütteln mit Horst Seehofer, ein, zwei Sätze, Foto. „Er hatte nicht all zu viel Zeit, weil er zum nächsten Termin musste“, erzählt Veronika. Ein besonderes Erlebnis sei es trotzdem gewesen. Auch damals hatten sich die drei Mädchen aus Poing über einen Wettbewerb für den Besuch in der Staatskanzlei beworben, auch damals war ihnen das Losglück hold. „Hinterher hat Paula gesagt, dass wir nächstes Jahr zu Merkel reisen. Und so ist es tatsächlich gekommen“, erzählen Veronika und Christina. Und nach der Kanzlerin? „Vielleicht der Papst“, antworten sie und lachen.

Jetzt stehen aber erst mal die Hausbesuche in Poing an. Veronika geht seit zehn Jahren als Sternsinger, Christina seit sieben und Marius seit acht Jahren. „Weil es uns Spaß macht, anderen eine Freude zu bereiten und armen Kindern zu helfen“, antworten sie unisono auf die Frage nach der Motivation. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger bundesweit Spenden unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“

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