Stiftung für Ghana

Poingerin (24) will Hoffnung geben

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Poing - Magdalena Wagner aus Poing lebt die Hälfte des Jahres in Ghana. Dort hat die 24-Jährige eine Stiftung gegründet.

Zu sagen, dass Ghana ihre neue Heimat geworden sei, ist ihr „zu kitschig“, sagt Magdalena Wagner. Ihr gefällt dieser Satz viel besser: „Zuhause ist da, wo deine Freunde wohnen.“ Das ist in Poing der Fall, und in Ghana. Die Hälfte des Jahres lebt die 24-jährige studierte Sozialarbeiterin bei ihrem Lebensgefährten in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes. Die meiste Zeit verbringt sie aber etwa zwei Autostunden von Accra entfernt, im Bezirk Oterkpolu. Dort versucht sie, den größtenteils verarmten Menschen im Alltag zu helfen. Insbesondere in der Landwirtschaft.

„Das Schicksal der Menschen dort berührt mich besonders, weil sie unverschuldet in ihre derzeitige Situation geraten sind. So hat der Klimawandel durch die immer längere Trockenzeit die Ernteerträge negativ beeinflusst.“ Mit der Folge, dass die vielen Menschen in Oterkpolu, die ausschließlich von der Landwirtschaft leben, nur eine Chance sehen: In die Hauptstadt Accra ziehen. „Dort stehen für die Bäuerinnen und Bauern die Chancen auf Arbeit aber sehr schlecht. In Accra wachsen die Ghettos, in denen Armut, Prostitution und Kriminalität herrschen“, erzählt Magdalena Wagner.

Sie hat nun die „Power Goal Foundation“ gegründet, eine Stiftung mit dem Ziel, den Menschen im Bezirk Oterkpolu die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben. „Ich finde es am sinnvollsten, den Menschen in ihren Heimatdörfern zu helfen, so dass sie nicht fliehen müssen.“ Einige der Dörfer im Bezirk haben keinen Strom, kein fließend Wasser, geschweige denn eine medizinische Versorgung. Das will die junge Poingerin ändern - mit Hilfe von Mitstreitern und Spendengeldern. „Oftmals fehlt den Menschen lediglich eine kleine Starthilfe, um Großes zu verändern.“

Landwirtschaft und Schulen im Fokus

Bislang sind es eine Handvoll Menschen, die zusammen mit Magdalena Wagner versuchen, die Stiftung und die Unterstützung für die Menschen in den insgesamt sieben Gemeinde auf die Beine zu stellen. „Hauptzielgruppe sind zum einen alle, die in der Landwirtschaft tätig sind. Zum anderen alle Kinder unter sechs Jahren inklusive deren Familien.“ Neben den Förderschwerpunkten „Landwirtschaft“ und „Vorschulbildung“ soll der Fokus außerdem auf die „Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten“ gelegt werden.

Nach dem Abitur ist die Poingerin 2011 das erste Mal nach Ghana gereist und hat dort ein Jahr lang in einer Gastfamilie gelebt und als Freiwillige („Volunteer“) in einem Waisenhaus gearbeitet. Während ihres anschließenden Studiums der Sozialen Arbeit in Bielefeld absolvierte sie weitere Praktika in Ghana und anderen afrikanischen Ländern - und blieb stets in Kontakt mit ihren Freundinnen und Freunden in Ghana. Nach abgeschlossenem Bachelor-Studium und mehreren Jahren Arbeitserfahrung in internationalen Organisationen hat sie sich vergangenes Jahr entschieden, die „Power Goal Foundation“ ins Leben zu rufen. Das Team der Stiftung besteht aus mehreren ghanaischen und deutschen Freiwilligen - allesamt motiviert, den Menschen im Bezirk Oterkpolu zu helfen, ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können mit Aussicht auf eine bessere Zukunft.

Kontakt und Spendenkonto

Wer mehr über die „Power Goal Foundation“ erfahren möchte, schreibt eine E-Mail an powergoal@yahoo.com oder besucht deren Facebookseite. Telefonisch ist Magdalena Wagner erreichbar unter (0 15 70) 4 46 35 92.

Wer die Arbeit der Stiftung finanziell unterstützen möchte, hier das Spendenkonto:

Wüstenrot Bank

IBAN: DE45 6042 0000 9620 5506 01

BIC: WBAGDE61

Verwendungszweck: Power Goal

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