Ein VW e-Golf an einer öffentlichen Ladestation
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Damit bis zu 350 Elektrofahrzeuge zeitgleich geladen werden, ohne dass das Stromnetz zusammenbricht, plant das Unternehmen EBERnetz in Poings Neubaugebiet Lerchenwinkel eine zusätzliche Trafostation. 

Neubaugebiet

Poings Lerchenwinkel: Genug Strom für 350 Elektrofahrzeuge gleichzeitig

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Das Unternehmen EBERnetz plant für Poings nächstes Neubaugebiet Lerchenwinkel (W7) mehr Strom, als üblich. Damit auch Elektrofahrzeuge geladen werden können.

Damit im Poinger Neubaugebiet W7 genügend Strom fließen kann, plant das Bayern- und EBERwerk, zusammen die EBERnetz GmbH & Co. KG, mit zu viel als zu wenig Leistung. Wie das Unternehmen, an dem 19 Kommunen aus dem Landkreis Ebersberg beteiligt sind, in einer Pressemitteilung informiert, soll die steigende Zahl an Elektroautos in Zukunft nicht außer Acht lassen.

700 Wohnungen, 200 Reihenhäuser

Da es im Nachhinein oft schwierig sei, die Stromleitungen und Ladestationen zu vergrößern, geht das EBERnetz lieber auf Nummer sicher: Im Lerchenwinkel nördlich der Bergfeldstraße, wo über 700 Wohneinheiten im Geschossbau und über 200 Reihenhäuser entstehen, sollen bis zu 350 Elektrofahrzeuge zeitgleich geladen werden können, teilt das Unternehmen mit. Durch Einsatz von Energiemanagementsoftware könne die Zahl der Ladevorgänge sogar noch weiter erhöht werden. „Das Mittelspannungsnetz ist im W7 so ausgelegt worden, dass neben dem üblichen Strombedarf der Bewohner auch eine sehr hohe Zahl an Elektrofahrzeugen geladen werden kann“, schreibt EBERnetz. Aus diesem Grund seien im Lerchenwinkel drei Trafostationen vorgesehen, „eine mehr als man ohne Berücksichtigung der Elektromobilität benötigen würde“. Zusätzlich werde für die Gemeinschaftstiefgarage, die im Wohngebiet geplant ist, ausreichend Platz für eine spätere Erweiterung der Trafostation durch einen Transformator vorgehalten.

Im Lerchenwinkel wird gemäß Bebauungsplan Wohnraum für etwa 2000 Menschen geschaffen. Außerdem wird hier ein Gymnasium gebaut. Genauso in einer großen Tiefgarage findet sich ausreichend Platz, um sie später bei Bedarf problemlos um einen weiteren Transformator erweitern zu können. Der „Lerchenwinkel“ ist also auf lange Sicht für die Elektromobilität gerüstet.

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