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So sieht der Plan für Poings neue Ortsmitte aus. Die freie graue Fläch e ist der Marktplatz, rundherum wird umgestaltet.

Poings neue Ortsmitte

Wie am Stachus

Fontänenbrunnen, Kunstwerk, Sitzgelegenheiten: Die neue Ortsmitte in Poing soll endlich attraktiver werden. 

Poing– Schon im Mai 2017 hat der Gemeinderat Poing beschlossen, zur Belebung der Ortsmitte im Bereich des Marktplatzes Geld in die Hand zu nehmen. Inzwischen wurden damals aufgenommene Änderungen in die Planung eingearbeitet und jetzt dem Gemeinderat durch Annette Wrulich vom Landschaftsarchitektenbüro Kagerer erläutert. Im Fokus der Diskussion standen dabei der Fontänen-Brunnen und ein digitales Spielgerät.

Der vorgelegte Entwurfsplan beinhaltet wie gewünscht einen barrierefreien Weg über den Marktplatz von Osten nach Westen, mehrere Tisch- und Bank-Kombinationen, etliche Ruhebänke mit Arm- und Rückenlehnen, Abfallbehälter, Fahrradständer, zusätzliche Leuchten, Obstgehölze im Bereich der Spiel- und Blumenwiese und als Kunstwerk ein so genanntes Dreizeitenpendel.

In der Diskussion im Gemeinderat wurde deutlich, dass im südlichen Bereich des Areals auch weiterhin ausreichend Platz bleibt für den Wochenmarkt, Veranstaltungen mit Bühne und den Christkindlmarkt. „Die Durchführung dieser Events wird deutlich einfacher als bisher, weil es künftig mehr Elektrostationen geben wird und keine zusätzlichen Kabel verlegt werden müssen“, erläuterte Bauhofleiter Ludwig Mayr.

Wie Bürgermeister Albert Hingerl zusammenfasste, kostet die Umgestaltung des Bereichs rund 130 000 Euro. „Dazu kommt noch der Brunnen, der insgesamt 70 000 Euro ausmachen wird.“ Es soll ein Fontänen-Brunnen sein, der in den ebenerdigen Pflasterbereich eingearbeitet ist. Ähnlich wie der Stachus-Brunnen in München. „Wenn er während der Wintermonate nicht im Betrieb ist, sind die Düsen abgedeckt und der Platz ist ganz normal begehbar“, erläuterte Annette Wrulich die beabsichtigte Realisierung. Das gelte auch für besondere Veranstaltungen, wenn der Platz gebraucht wird.

Dieser Brunnen soll Spaziergänger und Familien mit Kindern zum Verweilen einladen, hieß es. Das Wasser werde zwar aufbereitet, sei aber kein Trinkwasser, fügte die Architektin auf Nachfrage hinzu. In der vorgestellten Form wurde der Brunnen alleine mit 50 000 Euro veranschlagt, für Installation und Beleuchtung kommen noch etwa weitere 20 000 Euro hinzu.

Verzichten wird der Gemeinderat auf digitale Spielgeräte, wie sie von Omid Atai (SPD) vorgeschlagen wurden. „Das wären sieben Säulen, die einen kreisförmigen Raum von acht Meter Durchmesser brauchen“, erklärte die Architektin, „im vorgesehenen Bereich des Mehrgenerationenabschnittes ist dafür zu wenig Platz.“ Außerdem wären weitere Ausgaben im Bereich von 28 000 Euro notwendig. 

dul

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