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Sanierung Rathaus Poing: Weitere Kostensteigerung

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Von: Armin Rösl

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Rathaus Poing.
Die Kosten für die Sanierung des Poinger Rathauses sind erneut gestiegen. © Armin Rösl

Für die Sanierung des Rathauses Poing fallen erneut Mehrkosten an, die ursprünglich nicht geplant waren. Die Gesamtsumme erhöht sich auf 3,5 Millionen Euro.

Poing – Und jährlich grüßt das Murmeltier: Vor einem Jahr gab die Poinger Gemeindeverwaltung bekannt, dass für die derzeit laufende Sanierung des Rathauses Mehrkosten in Höhe von 300.000 Euro notwendig werden. Jetzt, in der Bau- und Umweltausschusssitzung des Gemeinderates am 26. Juli, informierte Bürgermeister Thomas Stark (parteilos) darüber, dass weitere Mehrkosten anfallen werden: etwa 440.000 Euro brutto. Damit steigen die Gesamtkosten auf knapp 3,5 Millionen Euro. In der ersten Kostenrechnung vom 31. Oktober 2019 war von knapp 2,8 Millionen Euro die Rede.

Poing: Alte Elektroinstallationen nicht mehr zu gebrauchen

Wie schon vor einem Jahr, werden die Mehrkosten mit erforderlichen Maßnahmen begründet, die teilweise nicht absehbar gewesen seien. Beispielsweise seien Elektroinstallationen vorgefunden worden, „die man so nicht lassen kann“, sagte Stark. „Man sieht das erst, wenn man die Wände öffnet.“ Allein bei der Elektroinstallation betragen die Mehrkosten laut Aufstellung der Verwaltung gut 96.000 Euro.

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Der von der Gemeinde beauftragte Architekt Robert Spitzhirn erläuterte in der Ausschusssitzung weitere Punkte, die zur Kostensteigerung führen. Ein Beispiel: Stahlbauarbeiten in Höhe von knapp 47.600 Euro. Darunter falle unter anderem das Geländer im Treppenhaus des Rathauses, das die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung nicht mehr erfülle und deshalb erneuert werden müsse.

Poing: Gemeinderat soll ins Rathaus zurückkehren

Neben einzelnen zusätzlichen Arbeiten treibe auch die aktuelle Baupreissteigerung sowie Lieferengpässe die Preise in die Höhe, so Bürgermeister Stark und Architekt Spitzhirn. Der Bauausschuss genehmigte die neuerlichen Mehrkosten, die im Haushaltsplan für 2023 und im Finanzplan für die nächsten Jahre ausgewiesen werden.

Zur Sanierung des Rathauses gehört auch der Sitzungssaal im ersten Obergeschoss. Wegen der Corona-Pandemie war der Gemeinderat mit seinen Ausschüssen für Sitzungen zunächst in die Dreifachturnhalle ausgewichen, jetzt tagen die Gremien im Feuerwehrhaus. In der Ausschusssitzung sagte Bürgermeister Thomas Stark, dass es „zarte Signale“ gebe, im September in den Sitzungssaal zurückkehren zu können.

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