Ein Spazierweg.
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Beliebter Freizeitweg: Der Leitenfeldweg zwischen Poing und Angelbrechting (hier: Blickrichtung Süden). Die Verbindung von Angelbrechting zu diesem Weg sollte laut CSU verbessert werden. 

Beschluss

Schöner spazieren, joggen, radeln: Wege sollen besser werden - Gemeinde Poing will Eigentümer unterstützen

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Um den Freizeitwert in und um Poing zu erhöhen, sollen Feldwege verbessert werden. Nicht zuletzt wegen Corona werden diese vermehrt zum Spazierengehen genutzt.

Poing – Mit der Corona-Pandemie hat das Spazierengehen eine Renaissance erlebt. Auch in und um Poing sind insbesondere an Wochenenden zahlreiche Menschen zu Fuß unterwegs. Außer im Bergfeldpark und im Reuterpark gibt es nicht viele öffentlichen Wege – beliebte Feldwege, die zum Spazieren, Joggen und Radfahren genutzt werden, befinden sich in Privateigentum. Einige dieser Wege, so hat die CSU-Gemeinderatsfraktion festgestellt, sind „in einem verbesserungswürdigen Zustand“. So heißt es in einem Antrag, den die CSU an die Verwaltung und den Gemeinderat Poing gestellt hat. Inhalt: Die Verwaltung soll mit den zum Unterhalt verpflichteten Grundstückseigentümern Kontakt aufnehmen und darauf hinwirken, „dass diese Wege möglichst umgehend ordnungsgemäß instandgesetzt werden“, schreiben Franz Langlechner, Ludwig Berger und Herbert Lanzl im Namen der CSU-Gemeinderatsfraktion. Der Gemeinderat hat den Antrag einstimmig angenommen und befürwortet. Als Beispiele für verbesserungsfähige Wege nennt die CSU: die Verbindung (Feldweg) von Angelbrechting zum Leitenfeldweg, der entlang der Endmoräne zur Waldstraße und zum Reuterpark in Poing führt; den Sommerholzfeldweg und Wiesenweg im Bereich Garkofener Holz; die Verlängerung der Kelten- und der Bajuwarenstraße (Gruber Taxetweg) Richtung Canon; die Fortführung des Auweges nach Norden ab dem Lang-Hof (Pferdehof).

Poing: Gemeinde will Grundstückseigentümern helfen

Wie Bürgermeister Thomas Stark (parteilos) in der Gemeinderatssitzung erläuterte, dienen die genannten Wege der Bewirtschaftung von Feld- und Waldgrundstücken. Entsprechend werden sie von landwirtschaftlichen Maschinen und Fahrzeugen befahren. Für den Zustand der Wege seien die Eigentümer als Baulastträger verantwortlich.

Auf Vorschlag der CSU könnten sie beim Unterhalt von der Gemeinde unterstützt werden, indem die Kommune beispielsweise kostenlos Material zum Verfüllen bzw. Befestigen der Wege zur Verfügung stellt. Schließlich, so die CSU, liege die gute Nutzbarkeit in öffentlichem Interesse. Darüber hinaus sollte die Verwaltung die Arbeitsgemeinschaft der Bauträger und Investoren (ARGE) am Bergfeld um Mithilfe fragen – ein Beispiel wäre, dass die ARGE kostenlos Kies zum Verfüllen bereitstellt, konkretisierte Langlechner in der Gemeinderatssitzung.

Poing: Zustimmung für CSU-Antrag

Der CSU-Antrag stieß bei allen Fraktionen auf offene Ohren und Begeisterung. „Der Antrag könnte glatt von uns sein“, sagte 2. Bürgermeister Reinhard Tonollo (SPD). 3. Bürgermeister Werner Dankesreiter: „Ich finde den Antrag hervorragend.“ Er schlug vor, auch Nachbargemeinden wie Pliening in die Unterhaltsmaßnahmen mit einzubinden – zum Beispiel beim Spazierweg, der vom Poinger Westring (bei der Kleingartenanlage) nach Pliening führt. Schließlich werde dieser Weg auch von Plieningerinnen und Plieningern genutzt.

Franz Langlechner sagte, dass die Corona-Pandemie zwei Dinge gezeigt habe: wie wichtig Naherholung und wie klein Poing ist. Als flächenmäßig drittkleinste Gemeinde im Landkreis Ebersberg würden Spaziergänger schnell an die Gemeindegrenzen stoßen. Deshalb sei es wichtig und sinnvoll, das Wegenetz in und um Poing in gutem Zustand zu halten – und dass die Gemeinde hierzu mit den Grundstückseigentümern „erfolgsorientiert spricht und verhandelt“, so Langlechner. Hierfür hat die Verwaltung vom Gemeinderat nun den Auftrag erhalten.

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