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Merkblatt für mehr Sicherheit: Die Schulsanitäter Alex (li.) und Oliver verteilten gestern Zettel an Eltern.

Bitte zu Fuß, nicht mit dem Auto

Schulaktion: Eltern sollen Kinder nicht mehr bis zur Türe fahren

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Poing - "Herzlichen Dank, dass Sie ihr Kind ab morgen in größerer Entfernung zum Schulzentrum aussteigen lassen", steht auf Zetteln die in Poing verteilt werden.

Da staunten einige Autofahrer nicht schlecht, als sie gestern Früh an der Dominik-Brunner-Realschule in Poing (Kreis Ebersberg) von Schülern angesprochen wurden. „Wir wollen Sie bitten, künftig nicht mehr hier zu halten und ihre Kinder aussteigen zu lassen“, ermahnten sie die Eltern. Weil es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt, haben die fünf Schulsanitäter zusammen mit ihrem Betreuungslehrer Andreas Heimbuchner die Initiative ergriffen und einen Merkzettel verfasst, den sie gestern an gut 30 Autofahrer verteilt haben, die sich auf den Lehrerparkplatz unmittelbar vorm Eingang gedrängt hatten. „Herzlichen Dank, dass Sie ihr Kind ab morgen in größerer Entfernung zum Schulzentrum aussteigen lassen“, steht auf den Zetteln. Und: „Durch das Rangieren auf dem Lehrerparkplatz und beim Verlassen des Geländes entstehen wegen der ankommenden Schüler immer wieder gefährliche Situationen.“

Neben der Realschule befinden sich noch Grund- und Mittelschule sowie ein Sonderpädagogisches Förderzentrum – insgesamt gut 1600 Schüler, die jeden Morgen ankommen. Und jeden Tag gibt’s aufs Neue Chaos wegen der zahlreichen Autos.

„Ich nehme mir die Aktion zu Herzen“, sagte eine Mutter, nachdem sie den Zettel erhalten hatte. „Ich werde ab jetzt nicht mehr so nahe an die Schule ranfahren, sondern meine Kinder vorher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen lassen.“ Auf ihrem Weg zur Arbeit nehme sie die Kinder der Einfachheit halber mit.

Armin Rösl

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