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Die Kinder fühlen sich schon pudelwohl in den neuen Räumlichkeiten.

Schule und Kitas am Bergfeld eingeweiht

Den Kindern gefällt’s 

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Jetzt ist sind Poings neue Grundschule und Tagesstätten am Bergfeld offiziell eingeweiht. Alle sind begeistert von Gebäude und Technik.

Poing – Rund 100 Planer und 400 Handwerker/Arbeiter waren in den vergangenen zwei Jahren mit dem Neubau der Grundschule Am Bergfeld sowie der benachbarten Kindertagesstätten-Gebäude beschäftigt. Diese Zahl nannte Bernd Mey von der Architektei Mey aus Frankfurt, die vor drei Jahren den Architektenwettbewerb gewonnen hatte. Am Freitagnachmittag wurden die Gebäude am Bergfeld in Poing-Nord offiziell eingeweiht. In Betrieb sind sie bereits seit Anfang September.

„Ja, wir sind eine coole Schule!“, sang ein Chor aus Viertklässlern zu Beginn des Festaktes. Da war der Unterricht bereits vorbei, die Gebäude waren so gut wie leer (abgesehen von denjenigen Kindern, die auch freitags in der Mittags- bzw. der Nachmittagsbetreuung sind). Die Aula der neuen Grundschule Am Bergfeld war voll mit Erwachsenen, von Lehrerinnen und Lehrern bis hin zu Vertretern der Gemeindeverwaltung und Firmen sowie der Kindertagesstätten. Und die beiden Pfarrer Christoph Klingan (katholisch) und Michael Simonsen (evangelisch) waren auch da – sie erteilten den Gebäuden den Segen.

In seinen Begrüßungsworten blickte Bürgermeister Albert Hingerl zurück auf den Architektenwettbewerb, für den sich 89 Büros beworben hatten. Die Architektei Mey ging am Ende als Sieger hervor und erhielt vom Gemeinderat den Auftrag für das Großprojekt, dessen Kosten bei 23 Millionen Euro liegen. Davon muss die Gemeinde Poing etwa 17 Millionen Euro selbst bezahlen, die restlichen gut sechs Millionen Euro erhält sie als Förderzuschüsse vom Freistaat Bayern, erläuterte Hingerl. Konkret: 3,6 Millionen Euro für den Bau der Grundschule, 2,5 Millionen Euro für die Kindertagesstätten.

In den Gebäuden südlich der neuen Schule sind zwei Kitas untergebracht, deren Trägervereine das Familienzentrum und das Kinderland Poing sind. In vollem Betrieb sind sie noch nicht, Grund: Ein Teil der Räumlichkeiten ist bis Sommer 2019 mit Klassen der neuen Grundschule Am Bergfeld belegt. Die kann erst in zwei Jahren in ihr eigentliches Gebäude umziehen, weil dort übergangsweise die komplette Grundschule Karl-Sittler-Straße untergebracht ist.

Deren altes Gebäude in Poing-Süd wiederum wird derzeit abgerissen und neu gebaut. Zum Schulstart 2019/2020 wird es eröffnet, dann kehrt die Schule aus Poing-Süd zurück in ihr angestammtes Zuhause.

Nicht nur dieser Übergang samt täglichem Shuttlebus-Transfer ist eine große logistische Herausforderung für die Gemeinde- sowie die Schulverwaltung, auch der provisorische Start für die eigentlich neue Grundschule Am Bergfeld ist es. In den vergangenen Monaten, bis zum Schulstart, mussten rund 150 Kinder aus der Anni-Pickert-Grundschule verwaltungstechnisch in den Zauberwinkel umgezogen werden. Samt Akten und Dokumenten. „Hierfür ein großes Dankeschön auch an die Schulleiterin Luitgard Stephan-Wagenhäuser von der Anni-Pickert-Schule“, lobte Karen Schaffer. Die Rektorin der neuen Grundschule Am Bergfeld verriet in ihrer Rede zur Einweihung, warum sie sich für die neue Poinger Grundschule beworben hatte: „Das ist ein ganz besonderer Reiz, eine Schule komplett neu aufzubauen.“

Auch Tanja Markefka, Rektorin der Grundschule Karl-Sittler-Straße, sparte nicht mit Lob – an Gemeindeverwaltung sowie ihre eigenen Kollegen zum Start im Übergangsquartier. „Wir haben hier ein tolles und hochmodernes Gebäude“, sagte sie und zitierte anschließend Sätze von Schülern und Lehrern, die diese in den vergangenen Tagen zu ihrem neuen Quartier aufgeschrieben haben: „Mir gefällt unsere neue Holzschule“, „Ich finde es gut, dass die Türen automatisch aufgehen“, „Die neue Tafel ist cool, weil sie ausschaut wie ein Fernseher“, „Es gefällt uns, dass das Leitungswasser sauber ist und dass man es trinken kann“, „Wir finden es toll, dass die Schule erst um 8.15 Uhr beginnt“.

Im alten Schulgebäude an der Karl-Sittler-Straße waren die Wasserleitungen in den letzten Jahren derart marode, dass das Wasser nicht mehr benutzt werden konnte – außer, es wurde zuvor abgekocht. Auch fiel im alten Schulhaus immer mal wieder der Strom aus, berichtete Rektorin Tanja Markefka. Diese Zeiten sind endlich vorbei. Jetzt, im neuen Gebäude an der Bergfeldstraße, sowie später in der neu gebauten Grundschule an der Karl-Sittler-Straße.

Nach weiteren lobenden Worten über die neuen Kita-Gebäude von Ingrid Kastner (Familienzentrum) und Maria Boge-Diecker (Kinderland) durften die Gäste die Räumlichkeiten besichtigen – und zum Schluss ein Oktoberfestherz mit der Aufschrift „Poing“ mitnehmen. Als Symbol dafür, dass die Gemeinde ein großes Herz für Kinder hat.

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