Menschen an einer Straße.
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Die jährliche Schulwegbegehung führte die Teilnehmer am Dienstag in der Früh zur Seerosenstraße.

Schulwegbegehung

Schulzentrum Poing-Nord: Elterntaxis, Fußgänger, Radfahrer - 20 Minuten „gelebtes Chaos“

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Morgens zwischen halb und kurz vor acht herrscht in der Seerosenstraße am Schulzentrum Poing Chaos. Trotz einiger Maßnahmen werden damit alle weiter leben müssen.

Poing – Jedes Jahr das gleiche Bild: Zu Beginn eines Schuljahres treffen sich Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Schulen und Kitas vom Schulzentrum Poing-Nord sowie von Polizei, Elternbeiräten und Schülerlotsen zur Schulwegbegehung. Jedes Jahr herrscht ab 7.30 Uhr für etwa 20 Minuten Chaos in der Seerosenstraße, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, weil viele Schülerinnen und Schüler gleichzeitig zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Straße überqueren. Ein ähnliches Bild bietet sich auf der anderen Seite des Schulzentrums, am Busrondell an der Gruber Straße. Am Ende der jetzigen Besprechung waren sich alle, inklusive Bürgermeister Thomas Stark, einig: Recht viel mehr kann man nicht tun, für etwa 20 Minuten, in denen Kinder und Jugendliche gleichzeitig zu den Schulen kommen, herrsche „gelebtes Chaos“, sagten Stark. Dem stimmten die anderen Teilnehmer der Schulwegbegehung am Dienstagmorgen zu. „Bislang ist kein Unfall passiert“, ergänzte der Vertreter der Polizeiinspektion Poing.

Seit Beginn des neuen Schuljahres ist die Seerosenstraße eine Fahrradstraße.

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Poing insbesondere in der Seerosenstraße einiges getan, um die Situation zu entschärfen: ein Teil der Parkbuchten wurde als „Kiss & Ride“-Spur ausgewiesen, seit diesem Schuljahr ist die Straße als Fahrradstraße markiert. Dass sich einige Autofahrer daran nicht halten, ist jeden Tag aufs Neue zu beobachten. Ebenso, dass Parkbuchten über längeren Zeitraum zugeparkt werden. Margit Schmid, Leiterin der Seerosenschule (Sonderpädagogisches Förderzentrum) sagte beim Termin am Dienstagmorgen in Richtung Polizei: „Die Polizei sollte gnadenlos aufschreiben.“ Das allerdings sei nicht jeden Tag möglich, da hierfür die personellen Kapazitäten fehlten, sagte der Vertreter der Polizeiinspektion Poing. Weil der Dienstbereich groß und die Aufgaben entsprechend viele seien.

Manchmal kontrolliert die Polizei in der Seerosenstraße.

Michael Konz, stellvertretender Leiter der Dominik-Brunner-Realschule, berichtete vom morgendlichen Chaos und Staus im Bereich Blumen- und Seerosenstraße. Eva Guerin, Rektorin der Anni-Pickert-Schule, beklagte bei dem Gespräch, dass es für die rund 60 Lehrerinnen und Lehrer ihrer Schule zu wenig Parkplätze gebe und jene, die im Rondell an der Gruber Straße als Lehrerparkplätze ausgewiesen seien, oftmals von anderen Parkern, unter anderem von Anwohnern, belegt würden.

Poing: Verwaltung hat Maßnahmen ergriffen

Wie schon in den Jahren zuvor, verwies Poings Gemeindeverwaltung auf die öffentlichen Parkplätze am Sportzentrum, die auch von Lehrern genutzt werden können. Nichtsdestotrotz wolle man in Sachen Rondell sich mögliche Lösungen überlegen. Eventuell könnten die Parkzeiten begrenzt werden. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass die Busspur in der Seerosenstraße in der Früh nicht mehr von Schulbussen angefahren werde. Hier könnten Eltern mit Autos kurz halten und ihre Kinder aussteigen lassen.

Als Fazit stellte Bürgermeister Thomas Stark fest: „Es geht um 20 bis 30 Minuten Rushhour.“ Das wisse jeder und das werde man nicht vollends lösen können.

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