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Zum Abschluss des Sommerfestes ließen die Schüler Luftballons steigen.

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Servus, altes Haus!

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Wehmut, Teil 1: Beim allerletzten Sommerfest in der alten Grundschule Karl-Sittler-Straße in Poing-Süd haben Schüler, Lehrer und Eltern offiziell Abschied genommen. Am Freitag, 28. Juli, folgt ein „Nostalgietag“. 

Poing – Beim Sommerfest der Grundschule Karl-Sittler-Straße in Poing-Süd sind bei einigen Eltern Erinnerungen hochgestiegen an die eigene Schulzeit. Und Wehmut kam auf, denn: Nach dem letzten Schultag am Freitag, 28. Juli, wird das Gebäude abgerissen. Das Sommerfest nutzten einige, um Erinnerungsfotos von den alten Klassenzimmern zu machen. Wer wollte, durfte mit Hammer und Meißel ein paar Wandstücke heraus hämmern.

Wer wollte, durfte sich beim Sommerfest ein Erinnerungsstück aus der Wand klopfen.

„In unserem neuen Gebäude werden wir warmes Wasser und immer Strom haben“, rief Schulleiterin Tanja Markefka beim Sommerfest im Pausenhof ins Mikrofon. „Das war hier nicht immer der Fall“, fügte sie schmunzelnd hinzu. Fürwahr: Das Gebäude ist seit Jahren marode, weshalb der Gemeinderat beschlossen hat, es abreißen zu lassen. An gleicher Stelle wird die Grundschule neu gebaut – inklusive einer Mensa, der zu einem Veranstaltungsraum mit Platz für bis zu 300 Personen umgewandelt werden kann.

Am Ende des Sommerfestes ließen die rund 300 Schüler Luftballone in die Höhe steigen. „So, wie sie auf die Reise gehen, treten auch wir eine Reise an“, kommentierte Markefka das Spektakel. Ab September ist die Grundschule für zwei Jahre (so lange dauern Abbruch und Neubau) in Poing-Nord untergebracht, im dortigen neuen Schulgebäude an der Bergfeldstraße.

Bevor die Abbruchbagger kommen, bietet die Gemeinde Poing zwei Möglichkeiten an, sich von der alten Schule an der Karl-Sittler-Straße zu verabschieden. Am Freitag, 28. Juli, findet von 13.15 bis 16 Uhr ein „Nostalgietag“ statt. In diesen knapp drei Stunden können ehemalige Schüler, egal welchen Alters, zum letzten Mal in die alten Klassenzimmer gehen und in Erinnerungen schwelgen.

Im Schulgebäude  haben Schüler ihre Spuren hinterlassen. Bis zum bevorstehenden Abbruch.

Wem das nicht genug ist, der kommt eine Woche später, am Freitag, 4. August, noch einmal. In der Zeit von 8 bis 12 Uhr darf nicht benötigtes Mobiliar mitgenommen werden – in Absprache mit Mitarbeitern des Bauamtes, die an diesem Vormittag dort sein werden. „Für Transportmöglichkeiten müssen die Abholer bis 12 Uhr selbst sorgen“, informiert die Gemeindeverwaltung.

Wenn das Gebäude dann leer geräumt ist, ist geplant, dass das Technische Hilfswerk und die Freiwillige Feuerwehr Poing die Gelegenheit nutzen, Übungen im leeren Haus durchzuführen. So, wie es schon in der Nachbarschaft beim alten Hotel Strasser der Fall war, bevor dieses endgültig dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Für die Auslagerung der Schule nach Poing-Nord hat die Gemeinde einen kostenlosen und freiwilligen Shuttle-Schulbus-Service eingerichtet. Von zwei Sammelhaltestellen (an der Hohenzollernstraße und an der Ecke Lindacher Straße/Kampenwandstraße) werden die Schüler abgeholt und nach Unterrichtsschluss zurückgebracht. Aufgrund des Mehraufwands und der Bustransfers beginnt der Unterricht in der neuen Grundschule erst um 8.15 Uhr.

Dies gilt sowohl für die Schüler aus Poing-Süd sowie für jene, die als erste Klassen den Betrieb der neuen Schule am Bergfeld starten. Diese insgesamt neun Klassen werden für die Dauer von zwei Jahren in Räumen der benachbarten, neuen Kindertagesstätte an der Gebrüder-Grimm-Straße im Zauberwinkel unterrichtet; die Kinder und Lehrer der Karl-Sittler-Straße werden komplett in das dortige, ebenfalls neue Schulgebäude einziehen.

Der Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße, die auch eine Tiefgarage erhalten wird, kostet laut Planer schätzungsweise 21,2 Millionen Euro. Die Regierung von Oberbayern hat bereits bekannt gegeben, das Projekt mit 4,37 Millionen Euro zu bezuschussen.

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