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Seit über zehn Jahren kümmern sich Christine Otter und Johann Reitmaier um die Belange von Behinderten in der Gemeinde Poing. Ehrenamtlich.

Behindertenbeauftragte

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Seit über zehn Jahren helfen Christine Otter und Johann Reitmaier Menschen mit Handicap in Poing. Als Behindertenbeauftragte der Gemeinde haben sie viel mit Formularen und neuen Häusern zu tun. 

Poing – Christine Otter und Johann Reithmaier können sich nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Die beiden Behindertenbeauftragten der Gemeinde Poing beraten regelmäßig Bürger und die Verwaltung in Fragen zu Barrierefreiheit und Co.. Und das seit über zehn Jahren. In der Hauptausschuss-Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend haben sie erstmals nach 2010 dem Gremium wieder über ihre Arbeit berichtet. Wichtigste Aussage: „Die Bevölkerung wird älter, damit nimmt auch die Zahl der Behinderten zu.“ Menschen mit körperlichen und/oder seelischen Gebrechen, Menschen, die auf Gehhilfen, Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind. Und dann haben Otter und Reithmaier noch ein Auge auf jungen Eltern, die mit Kinderwagen durch Poing unterwegs sind und auf die eine und andere Hürde stoßen.

Das größte öffentliche Hindernis in Poing ist freilich der S-Bahnhof. „Aber da kann die Gemeinde leider nichts machen, da ist die Bahn verantwortlich“, sagte Johann Reitmaier in der Sitzung resigniert. Prompt konnte Bürgermeister Albert Hingerl ihm aber Hoffnung machen: „Für den 18. März 2018 ist der Baubeginn für die neue Bahnunterführung geplant“, kündigte er an (siehe auch Artikel rechts).

Die Behindertenbeauftragten haben die Aufgabenbereiche aufgeteilt: Reithmaier kümmert sich um Anliegen rund um das Sozialrecht, Otter um Baumaßnahmen. Damit diese behindertengerecht wie möglich ausgeführt werden, wird sie von der Gemeindeverwaltung bei öffentlichen Bauten zu Rate gezogen. Außerdem nimmt sie immer wieder Kontakt auf zu Architekturbüros, die neue Häuser und Wohnungen in Poing errichten. „Ich weise sie zum Beispiel darauf hin, dass die Zugänge zu den Häusern, zu den Aufzügen und zu den Wohnungen eben, barrierefrei und breit genug sein sollen“, erzählte sie im Ausschuss.

Reithmaier hilft Betroffenen insbesondere bei der Einstufung in die Pflegestufe. „Auch wenn die ersten Bescheide negativ sind, darf man nicht nachlassen und sollte Beschwerde einlegen“, rät er. Viele behinderte, vor allem ältere Menschen, hätten aber nicht die Kraft und den Mut dazu – Reitmaier versucht zu helfen, wo und wie er kann. Auch beim Ausfüllen von Formularen.

Kontakt

Die Behindertenbeauftragten der Gemeinde Poing, Christine Otter und Johann Reitmaier, sind unter der Telefonnummer (08121) 9794-920 erreichbar. Sollte der Anrufbeantworter angehen, bitte Nachricht mit Name und Rückrufnummer hinterlassen. Terminvereinbarung jederzeit möglich.

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