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„Gemeinsam Wohnen am Bergfeld W7“: So lautet der Arbeitstitel des Konzepts für das Neubaugebiet nördlich der Bergfeldstraße. Im Zuge dessen sollen durch einen „Quartiersplatz“ und einen „Schulplatz“ Verbindungen zum bestehenden Zauber- und Seewinkel geschaffen werden. 

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So sieht Poings Zukunft aus

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Wohnraum für 2000 Menschen, ein Teil davon mit bezahlbaren Mieten, Treffpunkt für Jugendliche, Platz für ein Café, ein Gymnasium, Begegnungsräume für alle Generationen – und die Bergfeldstraße soll keine Umgehungsstraße mehr sein: So sieht das erste Konzept für Poings Neubaugebiet W7 aus.

Poing – Mit dem nächsten Neubaugebiet wird sich das Gesicht von Poings äußerstem Norden verändern. Der gesamte Bereich südlich und nördlich der Bergfeldstraße soll künftig nicht mehr nur reinen Wohncharakter haben, nein, der neue Ortsteil soll Räume bieten für Begegnungen. Beispielsweise in Form von Freiflächen für Aktivitäten aller Art (erste Ideen: Grillplätze, Treff für Jugendliche, Open-Air-Kino) sowie mit einem Platz für Gastronomie. Es soll kein „totes Viertel“ werden, Zauber- und Seewinkel sollen gemeinsam mit W7 und dem darauf noch folgenden W8 (nördlich des Bergfeldsees) ein lebendiger Ortsteil werden. So hat es der von der Gemeinde beauftragte Stadtplaner Christian Böhm vom Büro bgsm aus München am Donnerstagabend in der Gemeinderatssitzung formuliert.

Er stellte ein erstes Konzept für das W7 und die Bergfeldstraße vor, das in den nächsten Wochen und Monaten im Detail zusammen mit Bürgern und Organisationen ausgefeilt werden soll (siehe Kasten). Die Gemeindeverwaltung sieht mehrere Workshops vor, auch zum Thema Mobilität und Verkehr. Hierfür soll ein eigenes Konzept auf die Beine gestellt werden, in welchem neben der Bergfeldstraße auch der Westring inbegriffen ist. Auf beiden Straßen wird der Verkehr aufgrund der beiden Neubaugebiete sowie des Gymnasiums, das im W7 gebaut wird, laut Verkehrsgutachter um etwa das Doppelte zunehmen.

Anders als im Zauber- und im Seewinkel, wo ausschließlich Reihen-, Doppel- und Einzelhäuser stehen, werden im W7 (für das es noch keinen offiziellen Namen gibt) mehrere, bis zu viergeschossige Komplexe gebaut, mit teilweise einkommensorientiert geförderten Mietwohnungen. Laut Poings Sozialamtsleiterin Renate Karisch besteht hierfür großer Bedarf.

Wo 2000 Menschen leben, braucht es entsprechend Stellplätze für die Bewohner sowie Besucher. Hierfür schlägt Stadtplaner Böhm vor, über 200 Parkplätze in einer Sammel-Tiefgarage unterzubringen. Diese könne unter einer großen Grünfläche (Anger) im W7 errichtet werden.

Apropos Grün: Das Konzept sieht vor, dass die Bergfeldstraße ein neues Gesicht bekommt. Nördlich soll sich ein grünes „Aktivitätsband“ entlang ziehen, als Abstand zur Bebauung und als Möglichkeit zum Treffen, Sporteln, Radfahren, Spazieren und mehr. Die Bergfeldstraße soll ihren Charakter als Umgehungsstraße verlieren, was beispielsweise durch Geschwindigkeitsbeschränkungen im Bereich der Schulen sowie einer grünen Insel, die die Straße teilt, umgesetzt werden könnte.

Um den Zauber- und Seewinkel mit W7 und W8 (auch hier wird für rund 2000 Menschen gebaut) zu verbinden, schlägt Stadtplaner Christian Böhm die Errichtung von Plätzen vor – einen an den Schulen, den zweiten am bestehenden Edeka-Markt. Dieser könne sich ins W8 hineinziehen, hier könnte beispielsweise eine Gastronomie situiert werden, außerdem Plätze/Treffpunkte aller Art.

„Gemeinsam Wohnen am Bergfeld“ hat das Büro bgsm ihr Konzept für das W7 überschrieben. Die Gemeinderatsmitglieder waren von den Ideen sehr angetan, sie stimmten einstimmig dafür, auf Grundlage dieses Entwurfs weiter zu diskutieren und zu planen.

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