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Tanya Pallay näht unter Beobachtung von „Chili“ die Trachtenhalsbänder. Jedes Stück ist ein Unikat.

„Jimmy und Katz“

Tierisch fesche Halsbandl

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Die Poingerin Tanya Pallay näht Hundehalsbänder im Trachtenstil. Ebenfalls kein Witz: Die Nachfrage ist riesig, sogar aus Amerika trudeln Bestellungen ein.

Poing – Die besten Kunden sind Dackel. „Weil den Zamperln ein Trachten-Halsband ideal steht“, sagt Tanya Pallay und lacht fröhlich. Aber auch in Amerika sind ihre Hundehalsbänder beliebt, erzählt die 39-jährige Poingerin. „In den USA gibt es viele Menschen, die alles, was mit Bayern zu tun hat, mögen.“ Und so bestellen sie via Internet Pallays selbst genähte Accessoires für den Hund. Erhältlich über die Homepage www.jimmyundkatz.de und bei Amazon.

Gerade zur Oktoberfestzeit beliebt: Bayerische Halstücher für den Hund.

Hauptberuflich arbeitet Tanya Pallay als Bezirksleiterin für einen Smoothie-Hersteller, vor vier Jahren hat sie mit dem Nähen begonnen. Nachdem ihre Mutter gestorben war, wollte sie deren gute alte Nähmaschine nicht wegwerfen, sondern benutzen. „Ich habe mich bei der Volkshochschule für einen Kurs angemeldet“, erzählt sie. Jeder Kurs-Teilnehmer musste ein eigenes Projekt mitbringen und umsetzen. Tanya Pallay hatte die Idee des Hundehalsbands im bayerischen Stil dabei. Nicht ohne Grund: „Mein damaliger Jack Russel Terrier ,Jimmy’ hatte sein Trachtenhalsband, das ich in München gekauft hatte, zerfleddert, und es gab nirgendwo die Möglichkeit, es nachzubestellen. Also habe ich beschlossen, selbst eines zu machen.“ Aus einem sind bis heute rund 400 verschiedene Modelle geworden – und das Label „Jimmy und Katz’“. „Jimmy“ benannt nach ihrem mittlerweile verstorbenen Jack Russell Terrier (dessen Nachfolger „Chili“ jetzt Pallays Liebling und Model ist), und nach Tanya Pallays Spitzname „Katze“.

Gut 400 verschiedene Modelle gibt es momentan bei „Jimmy und Katz“.

Jedes Modell ist ein Einzelstück, in allerlei Farbkombinationen und mit bayerischen Motiven. Aktuell sehr gefragt sind Halstücher mit Trachtenknöpfen. Oftmals erfüllt Tanya Pallay individuelle Wünsche von Frauchen und Herrchen. „Daraus werden dann Motive, die ich in mein Sortiment aufnehme“, sagt sie. Es muss nicht immer Tracht sein. „Eine Frau wollte für ihren Hund einen Schutzengel aufs Halsband, weil er einen schweren Unfall überlebt hatte.“ Aktuell im Trend sind Sternchen und Einhörner. Nur bei einem Wunsch lehnt die Poingerin ab: „Namen nähe ich nicht.“

Dass die 39-Jährige sich auf Tracht spezialisiert hat, kommt nicht von ungefähr: Sie hat rund 20 Dirndl im Schrank. „Ich liebe Tracht!“ Auch im Beruf, wenn sie für ihr in London ansässiges Unternehmen unterwegs ist, trägt sie Bayerisch.

Wie beim Trachtengwand, gibt es zu den Hundehalsbändern Accessoires. Auch fürs Frauchen, in Form von passenden Schlüsselanhängern. Pallays neueste Idee für die Hundehalsbänder: Ein Ledertäschchen, das mit Klettverschluss ans Band geklebt werden kann. Für die Steuermarke. „Damit da nichts mehr klimpert.“

Gleich vom ersten Nähkurs an hat Tanya Pallay die Leidenschaft gepackt. Als sie damals beim Gassigehen immer öfter auf die Trachtenhalsbänder angesprochen wurde, begann sie mit der Produktion. „Ich kreiere immer mehr Modelle mit dem Ziel, viele Hundis mit ganz individuellen Halsbändern zu verwöhnen und den Fraulis jeden Tag ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern!“

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