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Trotz Zeitverzögerung: Poinger Pumptrack soll noch heuer fertig werden

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Von: Armin Rösl

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Blick auf die Arbeiten im Wahlebachpark: Der Pumptrack, eine asphaltierte Strecke für Mountainbiker, ist bereits fertiggestellt und freigegeben.
Beispielblick auf eine Pumptrack-Anlage in Kassel. ©  Nikolai Brenner/Stadt Kassel

Die Gemeinde Poing will noch in diesem Jahr die Pumptrack-Anlage fertigstellen. Wegen „unvorhergesehener Unwägbarkeiten“ habe sich der Zeitplan verzögert, informiert das Rathaus.

Poing – Läuft alles nach Plan, soll bis Ende des Jahres die Pumptrack-Anlage fertiggestellt sein. Die Fahrradstrecke wird auf der Fläche zwischen Bauhof/Volksfestplatz und Bahndamm realisiert, wo auch ein Tennisplatz errichtet wird. Wie Bürgermeister Thomas Stark und Rathaus-Geschäftsleiterin Muriel Brodbeck auf Anfrage unserer Zeitung mitteilen, sind die Planungen in den Endzügen. Hierbei seien die Ideen der Jugendlichen über die lokale App PlaceM sowie der Initiatoren der Petition für den Pumptrack eingeflossen.

Der speziell für Mountainbikes geschaffene Rundparcours mit Auf und Ab werde etwa 1000 Quadratmeter groß sein, was in etwa vier Tennisfeldern entspricht. Ein echter Tennisplatz wird auf dem Grundstück ebenfalls errichtet – als zusätzliches Spielfeld für den Tennisclub Rot-Weiß Poing, der seine Anlage mit sechs Plätzen direkt daneben hat.

Auf der noch grünen Fläche wird die Pumptrack-Anlage errichtet.
Auf der noch grünen Fläche wird die Pumptrack-Anlage errichtet. © Johannes Dziemballa

Wie berichtet, hat die Gemeinde Poing die Fläche von der Deutschen Bahn gepachtet – zunächst für zehn Jahre. Einen Steinwurf vom TC Rot-Weiß entfernt wird der zusätzliche Tennisplatz gebaut, aufgrund des schmalen Grundstücks ausnahmsweise in Ost-West-Ausrichtung. Normalerweise sind Tennisplätze Süd-Nord ausgerichtet.

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Für den Bau des neuen Platzes rechnet der Tennisverein mit Kosten in Höhe von knapp 64.000 Euro. Der TC hat hierfür bei der Gemeinde einen Zuschussantrag eingereicht, dem der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderates zugestimmt hat: Die Gemeinde Poing unterstützt den Bau mit 60 000 Euro. Damit will die Kommune den Breitensport unterstützen sowie die Arbeit des TC Rot-Weiß an sich. Der 1973 gegründete Verein hat eigenen Angaben zufolge etwa 550 Mitglieder, vor acht Jahren seien es 267 gewesen. Laut Vorsitzendem Jochen Bunzel sind etwa die Hälfte der 550 Mitglieder Kinder und Jugendliche, von denen sich 190 im Training befinden. Hinzu kommen die Trainings und Mannschaften der Erwachsenen – und natürlich die Hobbyspieler, die ebenfalls Platz benötigen. Deshalb habe der Verein den Antrag auf ein neues Spielfeld gestellt – und das erste Mal in seiner Geschichte einen Zuschussantrag an die Gemeinde, wie Bunzel im damaligen Schreiben an die Gemeinde darlegte.

Östlich des Tennisplatzes wird die Pumptrack-Anlage errichtet. Beides später als ursprünglich geplant, teilen Stark und Brodbeck mit: „aufgrund von unvorhergesehenen Unwägbarkeiten“. Konkret: archäologische Bodenuntersuchungen, außerdem müsse eventuell der Boden ausgetauscht werden. „Wir streben an, die Fertigstellung bis Ende des Jahres abzuschließen. Dies ist vor allem von den Firmen und Dienstleistern (z.B. Archäologen, Baufirmen, Deutsche Bahn usw.) abhängig“, schreiben Bürgermeister und Geschäftsleiterin in einer E-Mail. Für den Bau der Pumptrack-Anlage seien 160.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

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