Straße mit Bahnunterführung.
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Nach zwei Jahren Bauzeit ist die neue Bahnunterführung zwischen Poing-Süd und Poing-Nord eröffnet. Sie sorgt für eine Umgehung der Hauptstraße. 

Unterführung eröffnet

Umgehung der Poinger Hauptstraße ist jetzt frei

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Nach Eröffnung der neuen Bahnunterführung in Poing wird der Verkehrsstrom umgelenkt. Die Frage ist: Was passiert mit der Hauptstraße?

Poing – Mit der Eröffnung der Bahnunterführung am neuen Rewe-Markt in Poing-Süd gibt es nun zwei innerörtliche Verkehrsverbindungen zwischen dem alten und dem neuen Teil der Gemeinde, die groß genug sind für Autos, Busse und Lastwagen. Bislang war dies nur in der Plieninger Straße der Fall. Die zweite Unterführung könnte zudem den Nebeneffekt haben, dass der Verkehr in der Hauptstraße weniger wird – denn nun ist die Straße Am Hanselbrunn die Umgehung der Hauptstraße. Und außerdem, von München kommend, der direkte Weg zum Wildpark.

Poing: Entlastung für Hauptstraße

Zur Einordnung: Die Straße Am Hanselbrunn führt von der großen Ampelkreuzung Plieninger/Gruber Straße in Richtung Osten, am Volksfestplatz entlang und durch die neue Unterführung zum neugestalteten Maibaum-/Dorfplatz an der Ecke Anzinger/Hauptstraße. Nach fast zwei Jahren Bauzeit sind nun der zusätzliche Abschnitt (der in der Bauphase stets als „Verlängerung der Anzinger Straße“ bezeichnet wurde) sowie die Unterführung geöffnet. Gleichzeitig wurde die alte, kleine Unterführung Schwabener Straße rückgebaut und geschlossen.

Knapp zwei Jahre Bauzeit

Auf ihrer Internetseite hat die Gemeinde Poing die Chronologie des Baus der Unterführung veröffentlicht. Demzufolge verfügt das Bauwerk über eine Grundwasserwanne, um Regen-/Grundwasser zurückzuhalten, damit die Unterführung nicht überschwemmt wird. Start der Großbaumaßnahme war im April 2019.

Poing: Jetzt zwei große, innerörtliche Verbindungen

So, wie die neue Fuß- und Radunterführung am S-Bahnhof die Umgestaltung der Bahnhofstraße zur Folge hat, so gilt dies im Bezug auf die neue Verkehrsunterführung für die Hauptstraße. In beiden Fällen werden sich Gemeindeverwaltung und Gemeinderat in den nächsten Jahren Gedanken machen, wie die jeweiligen Bereiche umgestaltet und attraktiv gemacht werden. In Sachen Bahnhofstraße gibt es bereits erste Überlegungen, die im Gemeinderat vorgestellt worden sind. Für die Bahnhofs- und die Hauptstraße gilt laut Vorgaben in den jeweiligen Bebauungsplänen: Gewerbe und Wohnungen gemischt, Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Des Weiteren ist angedacht, auf dem Pendler-Parkplatz auf der Südseite des Bahnhofs ein Parkhaus zu errichten. Konkrete Pläne gibt es zu alledem noch keine.

Jetzt geht‘s um die Zukunft der Hauptstraße

Bürgermeister Thomas Stark sagte im vergangenen Jahr in einer Gemeinderatssitzung dazu, dass es sich um einen Prozess handle, der mehrere Jahre dauern werde.

Dies gilt ebenso für die Hauptstraße. Planungen für eine Umgestaltung gibt es noch keine, Ideen allerdings wurden in den vergangenen Jahren von politischen Gruppierungen und im Gemeinderat immer mal wieder vorgebracht. Beispielsweise die Umgestaltung von einer reinen Straße hin zu einer „Flaniermeile“, in der Fußgänger und Radfahrer mehr Platz und Gewicht haben. Eine derartige Umgestaltung ist dann möglich, wenn die Hauptstraße von ihrem derzeitigen Status als Kreisstraße (EBE 1) herabgestuft wird. Dies ist für die nächsten Jahre vorgesehen.

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