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Aktiv in der OstEuropaHilfe (v.li.): Lisa Demmer, Helgrid Schörghofer, Winfried König, Falko Scharf, Eva Strauss und Manfred Schlögl.  

Junger Verein 

Poinger helfen Bedürftigen in Osteuropa

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Poing -In Poing hat sich eine kleine Gruppe engagierter Poinger zum OstEuropaHilfe e.V. zusammengetan. Dessen Projekte beziehen sich auf Weißrussland, Ukraine und Bulgarien.

 Humanitäre Hilfe für bedürftige Menschen in Osteuropa: Das hat sich der 2014 gegründete Poinger Verein „OstEuropaHilfe“ zum Ziel gesetzt. Die kleine Gruppe mit elf Mitgliedern sammelt medizinische Hilfsgüter sowie Sach- und Geldspenden für aktuell folgende Projekte: Kindergärten und Kinderheime in der weißrussischen Stadt Gomel (im Tschernobyl-Sperrbezirk), für ein Kinderheim und ein Mutter-Kind-Haus in Ivano Frankivsk (West-Ukraine), sowie für ein Heim für behinderte Kinder im bulgarischen Varna. Mindestens ein Mal im Jahr fahren die Vereinsmitglieder zu den einzelnen Stationen, um Güter und Spenden zu bringen und um nach dem Rechten zu sehen. „Je nachdem, wie lange wir am Zoll an der Grenze von Polen nach Weißrussland brauchen, kann es schon passieren, das wir 56 Stunden unterwegs sind bis zum Ziel“, erzählt Helgrid Schörghofer.

Die 72-jährige Poingerin ist seit vielen Jahren aktiv: bei der Gomel-Hilfe sowie bei Hilfstransporten in die Ukraine. Jetzt ist sie Kassier und Sprecherin des Vereins „OstEuropaHilfe“. Dessen Mitglieder Lisa Demmer und Ludwig Lanzl haben in den vergangenen Jahren schon mehrmals für das Kinderheim in Ivano Frankivsk Spenden und Hilfsgüter gesammelt und diese in die Ukraine gefahren. Der Kontakt kam im Jahr 2005 auf privater Ebene zustande: Anlässlich des Weltjugendtages in Köln hatte die Poinger Kolpingfamilie um Lisa Demmer eine Gruppe Jugendlicher aus der Ukraine zum Übernachten aufgenommen. Zwei, drei Jahre später waren die Poinger zu Besuch dort – seitdem besteht die Verbindung.

Ebenfalls über private Kontakte ist der Verein „OstEuropaHilfe“ auf das Heim für behinderte Kinder im bulgarischen Varna gestoßen. Dort gilt, wie in Weißrussland: Es fehlt hinten und vorne an medizinischen Geräten, Hilfsmitteln, sowie Kleidung und Alltagsgegenständen wie Bettwäsche, Spielzeug, Küchenausstattung, Möbel, Haushaltsgeräte, berichtet Helgrid Schörghofer.

Es sind nicht nur Kinder und Jugendliche, um die sich der junge Poinger Verein kümmert. Aus Zeiten der Gomel-Hilfe kennen die Mitglieder zahlreiche alte Menschen, die in der Tschernobyl-Sperrzone dahinvegetieren – ohne ausreichende Versorgung. „Hier unterstützen wir ebenfalls, so gut wir können.“

Um helfen zu können, ist der Verein auf Sach- und Geldspenden angewiesen. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in den jeweiligen Orten werden die Güter direkt an die Menschen verteilt. „Das Material, das benötigt wird, gibt es dort nunmal nicht“, sagt Helgrid Schörghofer. Zwar kümmere sich in den Ländern, in denen der Verein in Kindergärten und -heimen aktiv ist, der jeweilige Staat um die Finanzierung der Gehälter und die laufenden Kosten in den Einrichtungen, aber: „Alles andere müssen die Einrichtungen über Spenden organisieren. Das Spektrum und der Bedarf an Hilfsgütern ist riesig.“

Kontakt

Der Verein „OstEuropaHilfe“ ist im Internet unter www.oeh-poing.de. Vorsitzender ist Falko Scharf, Stellvertreter Winfried König. Weitere Vorstandsmitglieder: Helgrid Schörghofer, Eva Strauss, Lisa Demmer, Ludwig Lanzl und Manfred Schlögl. Wer Geld spenden möchte, kann dies auf das Konto „OstEuropaHilfe“ tun: Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, IBAN: DE97 7025 0150 0027 9517 63, BIC: BYLADEM1KMS.

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