Kinder und Erwachsene sitzen auf Stufen
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Ein Bild, wie es viele gegeben hat in den vergangenen Jahren: Glückliche Kinder nach der Fahrradprüfung mit Theodor Hartl (vorne rechts).

Ruhestand

Verkehrserzieher Theodor Hartl: Poings wohl bekanntester Polizist geht in Ruhestand

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Theodor Hartl dürfte der bekannteste Polizist der Poinger Polizei sein: er hat 3500 Viertklässler im Fahrradfahren geschult. Jetzt geht er in Pension.

  • 30 Jahre im Schichtdienst
  • 5 Jahre Verkehrserzieher der Polizei Poing
  • Polizist Hartl geht in Ruhestand

Er ist wahrscheinlich der bekannteste Polizist in den Gemeinden Anzing, Forstinning, Markt Schwaben, Pliening, Poing, Vaterstetten und Zorneding (diese Gemeinden gehören zum Dienstbereich der Polizeiinspektion Poing) sein: Theodor Hartl. Der Polizeihauptkommissar war in den vergangenen fünf Jahren der Jugendverkehrserzieher, etwa 3500 Schulkinder haben bei ihm den Radlführerschein gemacht. Zudem war er für die Ausbildung der Schulweghelfer und Schülerlotsen verantwortlich und hat viele Elternabende mitgestaltet. Am 30. Juli war Hartl (60) das letzte Mal im Büro: Er geht nach insgesamt 42 Dienstjahren in den Ruhestand.

Theodor Hartl war ein Glücksfall für die Poinger Polizei

Polizeirat Helmut Hintereder, Leiter der PI Poing

Poings Polizeichef Helmut Hintereder schreibt im Pressebericht zum Abschied: „Theodor Hartl war ein Glücksfall für die Poinger Polizei. Seine ruhige, geduldige und ausgleichende Art hat sich nicht nur auf die Verkehrserziehung der Schulkinder sehr positiv ausgewirkt. Hartl war sowohl bei seinen Kolleginnen und Kollegen, den Schulkindern und auch bei den Lehrern sehr beliebt.“

3500 Viertklässler geschult

Zum Verkehrserzieher wurde der Polizist eher zufällig, berichtet Hintereder. Nach knapp 30 Jahren Schichtdienst (unter anderem als Dienstgruppenbeamter, Funksprecher im Lagedienst des Polizeipräsidiums, oder als Angehöriger der Zivilen Einsatzgruppe) habe er sich nach einem Tagesdienstposten gesehnt und sich auf den Posten des Verkehrserziehers beworben. „Schnell hatte er sich in seinen neuen Aufgabenbereich eingearbeitet und Spaß an der Arbeit mit den Kindern gefunden.“

Ab jetzt mehr joggen als radfahren

Die Jugendverkehrsschule ist laut Polizeirat Helmut Hintereder „für die meisten Kinder – vor allem auch mit Inklusions- und Migrationshintergrund – der erste direkte Berührungspunkt mit der Polizei. Diese großartige Chance wird genutzt, um den Kontakt möglichst positiv und vertrauensvoll aufzubauen. Ängste und Vorurteile gegenüber der Polizei werden hier ausgeräumt.“ Spätestens nach bestandener Fahrradprüfung, wenn die Kinder ihren Wimpel und ihren ersten „Führerschein“ erhalten, sei ihnen sowohl die Freude und der Spaß an der Jugendverkehrsschule, als auch das Vertrauen in die Polizei anzusehen. Hierzu trug Theodor Hartl in den vergangenen fünf Jahren einen großen Anteil bei.

Die Kinder werden mir schon abgehen. Es war eine tolle Zeit.

Polizeihauptkommissar und Jugendverkehrserzieher Theodor Hartl

Wegen Corona konnte in diesem Jahr der überwiegende Teil der Viertklässler keine Jugendverkehrsschule absolvieren (ausgenommen der Grundschulen Poing und Parsdorf, deren Viertklässler wurden bereits im Herbst 2019 noch regulär beschult). Dank der Lockerungen konnte Hartl am Schuljahresende und kurz vor seiner Pension aber wenigstens noch ein Training zum „Toten Winkel“ organisieren und durchführen. Daran haben alle 4. Klassen der Grundschulen Anzing, Forstinning, Markt Schwaben, Pliening, Vaterstetten und Zorneding teilgenommen, insgesamt 472 Kinder. Polizeirat Hintereder bedankt sich in diesem Zusammenhang ganz besonders bei den „engagierten Helfern und Unterstützern der Spedition Klaeser aus Parsdorf sowie den Freiwilligen Feuerwehren Anzing, Forstinning, Gelting, Markt Schwaben, Vaterstetten und Zorneding“. Sie stellten die benötigten Lastwagen, das Material, die Fahrer und teilweise auch ihre Gelände für die Unterrichtseinheiten zum „Toten Winkel“ zur Verfügung. Sehr zur Freude auch von Verkehrserzieher Theodor Hartl. „Die Kinder werden mir schon abgehen, es war eine tolle Zeit“, sagt er. Auf dem Radl sitzen wird er künftig nicht mehr so häufig wie beim Verkehrsunterricht, bei dem er selbst mit dem Fahrrad vorangefahren ist. „Ich bin mehr der Ausdauersportler und jogge gerne.

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