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Auf der Straße zwischen Grub und A94 wird der Verkehr in den nächsten Jahren weiter zunehmen. 

Verkehrskonzept

Kriegsbeil begraben

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Zwischen Parsdorf und Grub wird der Verkehr künftig noch mehr. Die Gemeinden Poing und Vaterstetten haben sich nun auf einen möglichen Ausbau der Kreuzung an der A94 geeinigt.

Poing – Die Gemeinde Poing lehnt zwar weiterhin den von Vaterstetten zwischen Parsdorf und Grub geplanten Gewerbepark ab, dennoch sind sich beide Kommunen näher gekommen. In Sachen Verkehrsplanung. Der Gemeinderat Poing hat vor Kurzem in einer Sitzung beschlossen, dass man sich finanziell an einem möglichen Ausbau der Ampelkreuzung an der Autobahnanschlussstelle Parsdorf beteiligen werde. Die Kosten hierfür werden von der Gemeinde Vaterstetten auf etwa 570 000 Euro geschätzt, Poing würde im Falle des Falles ein Drittel übernehmen.

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung gab es ein Treffen mit Vertreten des Staatlichen Bauamts Rosenheim (zuständig für die A 94), des Landkreises Ebersberg (zuständig für die Kreisstraße zwischen Autobahn und Grub), der Gemeinden Vaterstetten und Poing, dem Investor des Gewerbeparks sowie mit Verkehrsgutachtern. Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) teilte in der Gemeinderatssitzung mit, dass man sich in dieser Besprechung auf folgende Punkte einvernehmlich geeinigt habe:
• Bis zum Jahr 2025 kann die Kreuzung den durch den Gewerbepark Parsdorf und das Poinger Neubaugebiet W 7 erzeugten Zusatzverkehr ohne Umbaumaßnahmen bewältigen.
• Im Jahr 2025 soll auf Empfehlung des Verkehrsgutachters eine erneute Überprüfung der Verkehrsbelastung und Leistungsfähigkeit erfolgen.
• Sollten aufgrund dieser erneuten Überprüfung bauliche Umbaumaßnahmen im Kreuzungsbereich (zweite Linksabbiegespur zur Geradeausspur, Änderung der Ampel) erforderlich werden, werden diese in einer Kreuzungsvereinbarung zwischen den Beteiligten (Autobahndirektion, Landkreis Ebersberg, Gemeinden Vaterstetten und Poing) geregelt.
• Die Kosten für diese Umbaumaßnahmen werden von der Gemeinde Vaterstetten auf circa 570 000 Euro geschätzt. Diese Kosten werden aufgrund gutachterlicher Untersuchungen im Auftrag der Gemeinde Vaterstetten zu einem Drittel durch den Zusatzverkehr aus Poing (aufgrund des Neubaugebiets W7) verursacht.
• Sollte diese Ursächlichkeit tatsächlich nachgewiesen werden, wurde von Poings Verwaltung, vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates, eine Kostenbeteiligung in Höhe von einem Drittel dieser Kosten in Aussicht gestellt. Diese Zustimmung hat der Poinger Gemeinderat nun erteilt. „Damit ist Druck aus der Sache genommen“, sagte Hingerl nach der Beschlussfassung.

Dennoch bleibt die Gemeinde Poing dabei, die Änderung des Flächennutzungsplans für die Realisierung des Gewerbeparks abzulehnen. Hauptkritikpunkte: massiver Eingriff ins Landschaftsbild und Zunahme des Verkehrs. Im Gegenzug warf Vaterstetten in der Vergangenheit Poing vor, bei der Planung der beiden Neubaugebiete W7 und W8 (mit denen neuer Wohnraum für jeweils etwa 2000 Menschen geschaffen wird) kein detailliertes Verkehrskonzept zu haben. Nun haben sich die Beteiligten an einen Tisch gesetzt – mit dem oben genannten Ergebnissen. In Sachen Verkehr dürfte das Kriegsbeil nun begraben sein.

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