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„Dass jeden Tag alle Altersstrukturen aufs Volksfest gehen, ist nicht selbstverständlich“: Die Festwirte Manuel Scheyerl (li.) und Stefan Staudinger freuen sich über 99,9 Prozent angenehme und freundliche Besucher. Ein generelles Problem sei allerdings das Konsumieren von zum Teil harten Alkohols außerhalb des Volksfestgeländes. 

Volksfest Poing

99,9 Prozent freundliche Besucher

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Zur Halbzeit des Poinger Volksfestes ziehen die Festwirte Stefan Staudinger (32) und Manuel Scheyerl (31) eine durchweg positive Bilanz. 

Poing – „Es ist ein kleines, aber sehr schönes Volksfest mit sehr vielen netten Leuten“, sagen die beiden Festwirte. Seit Anfang an (seit 2012) sind sie für die Wiesnalm und das Weißbierkarussell verantwortlich, seit drei Jahren auch für das große Festzelt und alles drumherum. Der Vergnügungspark wird vom ehemaligen Festwirt Bernd Furch organisiert.

„Dass, wie in Poing, jeden Tag alle Altersstrukturen aufs Volksfest gehen, ist nicht selbstverständlich“, sagen Staudinger und Scheyerl. Vom Kind bis zum Senior – „das ist auch das Ziel eines Volksfestes“. Die beiden organisieren neben Poing die Volksfeste in Haag und Wasserburg, wo sie den Trend beobachtet haben, dass hauptsächlich Jugendliche bis hin zu 40-Jährige das Volksfest besuchen. Poing aber habe einen sehr guten Ruf als Familien-Volksfest.

Freilich, alkoholbedingte Ausfälle gibt es auch hier. Vom ersten Volksfestwochenende meldete die Polizei mehrere körperliche Auseinandersetzungen (wir berichteten). „Das sind Einzelfälle, von denen die meisten gar nicht auf dem Volksfestgelände stattgefunden haben“, sagen die Wirte. 99,9 Prozent aller Besucher seien angenehm und freundlich. „Unsere Bedienungen und Mitarbeiter, auch die Schausteller und Musikbands kommen gerne nach Poing“, sagt Manuel Scheyerl. 105 Mitarbeiter haben die Festwirte in Poing im Einsatz – vom Security-Dienst über Zelt-Auf- und Abbau bis hin zu Bedienung, Küche und Ausschank.

Sogenannte „Schwarze Schafe“ unter den Besuchern, die aufgrund hohen Alkoholgenusses ausfällig werden, gebe es bei allen Veranstaltungen und Volksfesten, sagen Staudinger und Scheyerl. Allgemein, auch in Poing, ein großes Problem sei der Konsum von Fremdalkohol. Der Sicherheitsdienst habe beobachtet, dass Besucher im angrenzenden Maisfeld Alkoholflaschen verstecken, dort immer wieder hingehen und trinken. Aus diesem Grund haben die Festwirte und die Gemeinde (Veranstalter des Volksfestes) nun einen Bauzaun um das Maisfeld aufstellen lassen.

Bürgermeister Albert Hingerl hat in einer Stellungnahme zu den Vorfällen am Wochenende angekündigt, dass der Sicherheitsdienst und die Polizei außerhalb des Volksfestgeländes verstärkt kontrollieren und mitgeführte alkoholische Getränke sicherstellen werden. Gegen die Tatverdächtigen der Auseinandersetzungen vom ersten Wochenende ist laut Hingerl für das Volksfest ein Betretungsverbot verhängt worden. „Ausschreitungen dieser Art werden weder von den Festwirten, noch von der Gemeinde Poing geduldet“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Festwirte, der Gemeinde Poing und der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der Bauträger und Investoren am Bergfeld, die das Volksfest jedes Jahr unterstützt. Die Gemeinde hat heuer erstmals zusätzlich zum Sicherheitsdienst auf dem Volksfestplatz einen weiteren für das Gelände außerhalb beauftragt.

Außer den Vorfällen in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag gab es bislang keine weiteren Meldungen von der Polizei zum Volksfest.

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