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10.000 „Wertewapperl“ werden in Poing als Aufkleber verteilt.

Jugendprojekt

Wapperl zeigen!

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Als Symbol für faire Diskussionskultur rund um das Thema Flucht, Vertreibung und Asyl verteilen Jugendliche in Poing in dieser Woche das „Wertewapperl“. Dazu treten sie mit einer Theater-Performance aus. 

Poing – 16 Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sind in dieser Woche in Poing unterwegs, um ihr Projekt „Wertewapperl“ zu präsentieren. Und zu verteilen: Es handelt sich um einen Aufkleber, der Symbol ist für eine sachliche und faire Diskussionskultur rund um das Thema Flucht, Vertreibung und Asyl. 10.000 Stück werden in Geschäften, öffentlichen Einrichtungen und an Privatpersonen ausgegeben. Einhergehend mit einer kleinen Theater-Performance.

Diese Woche bildet den Abschluss des Projekts, das unter der Regie des Landesjugendwerks der Arbeiterwohlfahrt Bayern in Kooperation mit der Gemeinde Poing vor einem halben Jahr gestartet worden ist. Unter der Leitung von Jean-Francois Drozak fand am Mittwoch die erste Aufführung mit Übergabe der Aufkleber im Rathaus statt – im Gang vor dem Bürgerbüro. Zuschauer: Bürgermeister Albert Hingerl, Jugendreferatsleiter Michael Krach, Integrationsbeauftragte Margit Burdack und Bürger, die zufällig im Rathaus waren.

Unter der Leitung von Jean-Francois Drozak (kniend re.) präsentieren 16 Jugendliche das „Wertewapperl“ mit einer Performance. Erster Auftrittsort war am Mittwoch das Rathaus. 

Die 16 Jugendlichen von der Anni-Pickert-Mittelschule, der Dominik-Brunner-Realschule sowie der Seerosenschule zeigten vier kurze Alltagsszenen, in denen es um Asyl und Integration geht. Szene 1: Eine Schulleiterin ist schockiert über einen Brief einer Mutter, deren Tochter Angst hat, in die Schule zu gehen – weil in der Turnhalle Asylbewerber untergebracht sind. Die Rektorin zeigt den Brief einem Schüler mit Migrationshintergrund, der das Schreiben laut vorliest. Die Szenen 2 bis 4 behandeln Situationen und Probleme, die entstehen können, wenn Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen. Und sie zeigen, wie man die jeweilige Situation gut lösen kann.

Nach der etwa 20-minütigen Vorstellung war Bürgermeister Hingerl beeindruckt und lobte die Jugendlichen, dass sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Initiativen und Projekte wie dieses mache Mut und Hoffnung, denn: „Ihr seid die Zukunft“, sagte er zu den 16 Jugendlichen. Die ziehen am Donnerstag mit ihrer kleinen Performance-Show durch Poing und verteilen die „Wertewapperl“. „Wer es sich an die Tür oder sein Fahrzeug pappt, bekennt sich zum demokratischen Diskurs“, sagt Projektleiter Drozak. Am Abend führt die Gruppe ihre letzte Vorstellung in einem privaten Wohnzimmer in Poing-Süd auf.

Online-Tagebuch

Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, klickt im Internet auf www.wertewapperl.de.

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