Eine Musikband spielt live.
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Vor zwei Jahren fand die „4. Lange Nacht der Musik“ in Poing statt. Letztes Jahr gab‘s coronabedingt keine.

Ausschreibung gestartet

Wie in alten Zeiten: Poing plant „Lange Nacht der Musik“ im September

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Es ist ein Wagnis, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Die Gemeinde Poing plant für September eine „Lange Nacht der Musik“ mit Präsenzkonzerten.

Poing – Die Gemeinde Poing wagt es: Nach der coronabedingten Pause im vergangenen Jahr ist für Samstag, 18. September, wieder eine „Lange Nacht der Kultur“ geplant. Es wäre die 11. in dieser Reihe, zum 5. Mal heißt es: „Lange Nacht der Musik“. Von 17 Uhr bis Mitternacht soll es Konzerte aller Art geben, an verschiedenen Stationen und Örtlichkeiten. „Wir wollen dazu beitragen, die Kunst und Kultur am Leben zu halten“, sagt Poings Kulturreferentin Birgitta Nagel. Ob und in welcher Form die Lange Nacht der Musik stattfinden kann, das entscheide letztendlich das Coronavirus bzw. die im September gültigen Regeln.

Nagel hat jetzt die Ausschreibung gestartet, bis 30. April können sich Lokale, Vereine, Organisationen, Bands und Musiker melden, die am 18. September auftreten möchten (Informationen am Textende). „Es ist ein Wagnis, aber wir trauen uns, die Ausschreibung zu machen“, sagt die Kulturreferentin. Deshalb schon jetzt, weil a) es eine gewisse Zeit an Vorplanung benötige und b) „ich die Kultur nicht ganz unterlassen möchte“, sagt Birgitta Nagel.

Wir wollen dazu beitragen, die Kunst und Kultur am Leben zu halten

Poings Kulturreferentin Birgitta Nagel

Eine Planungssicherheit gebe es aufgrund der Corona-Pandemie nicht, weshalb sie verschiedene Möglichkeiten durchspiele und plane. „Das Virus gibt die Vorgabe“, sagt Nagel. Möglich wäre, dass verschiedene Spielstätten ausschließlich im Freien bespielt werden, oder es nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern in einzelnen Innenräumen gibt. Mutmaßlich nicht geben wird es den Disco-Shuttlebus, der bei den vergangenen Nächten der Musik verschiedene Stationen im Rundkurs angefahren hat. Alternativ könnte es eine Freiluftdisco geben.

„Es wird ein alternativeres Format sein als bisher“, blickt Birgitta Nagel in den September. Möglich wäre, dass einige Konzerte zusätzlich im Internet gestreamt, sprich: live übertragen werden. „Alle müssen flexibel sein“, gibt die Kulturreferentin als Parole für die „Lange Nacht der Musik 2021“ aus.

Anmelden

Wer bei der „5. Langen Nacht der Musik“ am 18. September mitmachen will, schickt seine Bewerbung an das Kulturamt. E-Mail: kultur@poing.de. Kontakt unter Telefon (08121) 9794-125. Die Bewerbung muss folgende Angaben enthalten: Band und Musikrichtung, Spieldauer, Raum- und Bühnenbedarf, vorhandene Technik und eventuelle Kosten. Dazu Bild (300 dpi) und Text (zwei Sätze) für den Flyer.

Der musikalischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt: Jazz und Blues, Rock und Pop, Klassik, Swing und Soul. So, wie es bei den bisherigen vier Musiknächten der Fall war. Die letzte fand im September 2019 statt. An über 30 Veranstaltungsorten spielten mehr als 40 Gruppen, Ensembles und Solisten. Bei freiem Eintritt – dies galt und gilt bei allen Poinger Kunstnächten. 2020 war eine „Lange Nacht der Gefühle“ geplant, die wegen Corona aber ersatzlos gestrichen werden musste.

Theoretisch könnte dies heuer wieder passieren, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Deshalb hat Kulturreferentin Birgitta Nagel jetzt mit den Planungen begonnen und hofft, dass sich viele Locations und Gruppen melden. „Die Künstler brauchen was“, sagt sie. Poing will ihnen – so gut es Corona zulässt – am 18. September eine Auftrittsmöglichkeit bieten.

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