Eine Frau und ein Mann stehen in einer leeren Wohnung.
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Neu, hochwertig, bezahlbar: Talat und Besarta Veselaj in ihrer neuen, einkommensorientiert geförderten Mietwohnung in Poing.

Eröffnung

Wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag an einem Tag: Nächster Sozialbau in Poing fertig - Miete: 6 bis 8 Euro

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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In Poing ist der nächste soziale Wohnungsbau fertig: 33 Mietwohnungen für Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen. Die ersten MIeter sind überglücklich.

Poing – Drei Jahre haben Besarta und Talat Veselaj nach einer bezahlbaren Mietwohnung gesucht, die auch die richtige Größe für die Familie hat. Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren, die Familie von Besarta Veselaj lebt schon lange in Poing. Für die Tochter und ihren Mann aber gab’s in der Gemeinde bislang keine Wohnung, die sich die junge Familie hätte leisten können. In Markt Schwaben leben die Verkäuferin und der Lagerist zusammen mit ihren Kindern in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Ab dem 1. März ist es eine nagelneue, in höchstem Standard errichtete Drei-Zimmer-Wohnung mit Bad. Eine von 33 Wohneinheiten zum oft zitierten und oft gesuchten „bezahlbaren Mietpreis“. Die Netto-Kaltmiete liegt hier, an der Bergfeldstraße in Poing-Nord, zwischen sechs und acht Euro pro Quadratmeter. Der Marktpreis: gut 15 Euro.

Wohnungsübergabe: Im Vordergrund Besarta und Talat Veselaj, rechts daneben Immobilienverwalterin Evelyn Lang. Hinten v.li.: Max Edelmann (Leiter Neubau bei Südhausbau), Kurt Bimsberger (Leiter Verwaltung Südhausbau), Helmut Sloim (Projektleiter ARGE Poing Am Bergfeld), Thomas Stark (Bürgermeister Poing), Klaus Stemmer (Geschäftsführer Südhausbau).

„Wir sind überglücklich“, sagt die 31-jährige Besarta Veselaj immer wieder, ihr Mann Talat nickt zustimmend. Im Volksmund wird das Gefühl des Glücks beschrieben mit den Worten „Wenn Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einen Tag fällt“, am Mittwoch war für Besarta und Talat Veselaj genau so ein Tag. Sie erhielten von den Bauträgern und Verantwortlichen die Schlüssel für ihre neue Wohnung an der Bergfeldstraße, unweit des Badesees. Dort hat die Firmengruppe Südhausbau 33 einkommensorientiert geförderte Mietwohnungen (EOF-Wohnungen) errichtet, die ab dem 1. März bezogen werden können. „Für die 33 Wohnungen lagen über 200 Bewerbungen vor“, berichtet Poings Bürgermeister Thomas Stark bei der Schlüsselübergabe am Mittwochnachmittag. Bereits im ersten Bauabschnitt, der sich gleich daneben befindet, entstanden von 2018 bis 2019 33 EOF-Wohnungen.

Poing Über 200 Bewerbungen für 33 Mietwohnungen

Die Vergabe der Ein- bis Vierzimmerwohnungen orientiert sich unter anderem am Einkommen der potenziellen Mieter. Der Bedarf wird nach Dringlichkeit bei der Wohnungssuche ermittelt. Die Sichtung der Bewerbungen und die Auswahl der Mieter erfolgt in Zusammenarbeit von Gemeinde Poing, Landkreis Ebersberg und dem Bauträger. Für die Firmengruppe Südhausbau überreichte am Mittwoch die Immobilienverwalterin Evelyn Lang der Familie Veselaj zur Begrüßung einen Korb mit Brot, Salz und Bier vom Poinger Bergfeldbräu.

Im Poinger Lerchenwinkel wird sozialer Wohnungsbau fortgesetzt

Die Fertigstellung des jetzigen Gebäudes ist ein weiterer Baustein des sozialen Wohnungsbaus in Poing. Der nächste folgt bereits: Im Neubaugebiet Lerchenwinkel, nördlich der Bergfeldstraße, errichtet die Südhausbau-Gruppe weitere 60 EOF-Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 vorgesehen. Max Edelmann, Leiter der Abteilung Neubau bei Südhausbau, wird in einer Pressemitteilung zur jetzigen Eröffnung zitiert: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, am Angebot von preisgünstigem Wohnraum mitzuwirken.“

Laut Helmut Sloim, Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft der Bauträger und Investoren (ARGE) am Bergfeld, werden im Lerchenwinkel zusätzlich zu den Einheiten von Südhausbau „weitere EOF-Wohnungen und erwerbbare Häuser erstellt“.

Für das Südhausbau-Projekt im Lerchenwinkel hat die Regierung von Oberbayern bereits die Zusage von fast 11,3 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern erteilt. Die Gesamtkosten der 60 weiteren EOF-Wohnungen betragen laut Regierung etwa 21,4 Millionen Euro.

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