Ein Schild.
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Hinweisschilder informieren über Insektenwiesen in Poing.

Blühflächenaktion

Wilde Wiesen: Poing soll mehr grünen und blühen

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Kleine Schilder weisen in Poing seit Kurzem auf öffentlichen Flächen darauf hin, dass diese besonders behandelt werden. Für mehr Insektenschutz und für mehr Grün.

Poing – „Diese Fläche wird insektenschonend bewirtschaftet. Sie soll als Nahrungsinsel für verschiedene Insekten und andere Tieren dienen. Bitte respektieren Sie diesen Rückzugsort. Hier ist keine Hundewiese! Bitte bleiben Sie auf dem Weg.“ Das steht auf den Schildern, die die Gemeinde Poing an verschiedenen Stellen im Bergfeldpark und auf öffentlichen Grünflächen aufgestellt hat. Überschrift auf den Schildern: „Insektenwiese – hier darf geblüht werden“.

Poing: Schonend mähen wie in alten Zeiten

Auf diesen Flächen wird laut Mitteilung der Gemeindeverwaltung nicht mehr so häufig gemäht und „nicht mehr mit dem heute üblichen Sichelmähwerken, welche mit der Sogwirkung und den schnell rotierenden Mähklingen kaum ein Insekt verschonen“. Stattdessen mähen die Bauhofmitarbeiter mit alter Technik und insektenschonend: „Durch die seltenere, nur noch ein- bis zweimalige Mahd haben auch Wildblumen und Stauden auf den Flächen Zeit, zur Blüte zu kommen“, heißt es in der Bekanntgabe.

Wer selbst Grünpate werden möchte, meldet sich im Poinger Rathaus.

Diese Flächen sollen eine Erweiterung zu den Ausgleichsflächen rund um Poing bilden und sind im gesamten Gemeindegebiet verteilt. „Sie sorgen für eine engmaschige Blühflächenvernetzung“, so das Rathaus. Dadurch sei es für viele Insekten, die nur eine begrenzte Flugstrecke ohne erneute Nahrungsaufnahme zurücklegen können, möglich, auch weitere Strecken zurückzulegen.“ Des Weiteren weist die Gemeindeverwaltung darauf hin, dass „jeder insektenfreundlich bepflanzte Blumentrog oder Blumenkasten zuhause dazu beiträgt, die Lücken im Blühflächennetz der Gemeinde noch besser zu vernetzen“.

Poing: Interessierte können sich im Rathaus melden

Hierzu tragen auch jene öffentlichen Flächen bei, die von Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich als Grünpate betreut und gepflegt werden. Hier hat die Gemeinde Poing jetzt ebenfalls Hinweisschilder aufgestellt. Wer selbst Interesse hat, Grünpate für eine öffentliche Fläche (dabei ist es egal, mit welcher Größe) zu werden, kann sich im Rathaus melden.

Wer Natur und Landwirtschaft erleben und erwandern will, kann dies auf dem neuen Lehrpfad der Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub.

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