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Die Lücken an der Fassade werden vorerst nicht geschlossen. Die beauftragte Firma hat Insolvenz angemeldet, der Kirchenbau in Poing ist unterbrochen. 

Poings neue Pfarrkirche

Zefix Halleluja!

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Die für den 15. Oktober geplante Eröffnung und Weihe von Poings neuer Pfarrkirche ist abgesagt. Grund: Die Fassadenbaufirma hat Insolvenz angemeldet. Jetzt herrscht erstmal Stillstand.

Poing – Die für den Bau von Poings neuer Pfarrkirche Verantwortlichen dürften als erste Reaktion ein innerliches „Zefix Halleluja“ geflucht haben, frei nach dem Engel Aloisus. Anfang der Woche erfuhr das Ordinariat der Erzdiözese München und Freising, dass die Fassadenbaufirma Insolvenz angemeldet hat. Am gestrigen Mittwoch gab die Behörde der Erzdiözese die Nachricht in einer Pressemitteilung bekannt. Die für den 15. Oktober vorgesehene Eröffnung und Weihe wird erst nächstes Jahres stattfinden. Ein Insolvenzverwalter sei bereits mit der Abwicklung der Firma beauftragt, das Verfahren soll am 1. September eröffnet werden.

Schon seit einigen Tagen wird an der Fassade, an die insgesamt knapp 15.000 weiße Kacheln montiert werden sollten, nicht mehr gearbeitet. Vom Stopp zeugen schwarze Lücken an den Kanten des Bauwerks. Wie Bernhard Kellner, Sprecher des Ordinariats mitteilt, bedeute die nicht fertiggestellte Fassade ein Sicherheitsrisiko im Falle der Öffnung der Kirche. Außerdem würde „eine fehlende Betriebserlaubnis einer Nutzung im Wege stehen“.

In der am Mittwochnachmittag verschickten Pressemitteilung kommt auch die Leiterin des Ressorts Bauwesen und Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat, Susanne Birk, zu Wort. Sie kündigt an, „die Pfarrkirchenstiftung in dieser schwierigen Lage bestmöglich zu unterstützen und mit Nachdruck darauf hinzuwirken, dass die noch ausstehenden Arbeiten geleistet und die vergebenen Aufträge von externen Firmen erfüllt werden“, heißt es in dem Schreiben.

Pfarrer Christoph Klingan, zugleich Vorsitzender der Kirchenverwaltung der Poinger Kirchenstiftung St. Michael, ist freilich enttäuscht: „Wir haben uns sehr auf die Weihe der neuen Pfarrkirche gefreut, die aktuellen Vorbereitungen für die Feierlichkeiten sind nun fürs Erste hinfällig.“ Er kündigt an, dass man sich in der Pfarrgemeinde weiter auf die Kirchweihe vorbereiten wäre – wann auch immer diese sein wird.

Hierzu schreibt das Ordinariat: „Es ist nach Einschätzung der Verantwortlichen davon auszugehen, dass die Weihe erst im Laufe des Jahres 2018 stattfinden wird.“

Inwieweit die Insolvenz und die Verzögerung finanzielle Auswirkungen haben, steht ebenfalls noch nicht fest. Das Ordinariat hat für den Bau von Poings neuer Pfarrkirche bislang insgesamt rund 14,6 Millionen Euro eingeplant. Das neue Gotteshaus soll einmal Platz für rund 350 Menschen bieten und die derzeitige Kirche St. Michael in Poing-Süd als Hauptkirche ablösen.

Infoveranstaltung

Pfarrer Christoph Klingan und Ordinariatsdirektorin Susanne Birk informieren heute, Donnerstag, in einer öffentlichen Veranstaltung über die aktuelle Entwicklung. Beginn ist um 20 Uhr im Pfarrheim Rupert Mayer.

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