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Die Grundschule in der Karl-Sittler-Straße neben dem Poinger Rathaus. Ihr Abriss ist besiegelt, die Gemeinde darf sich schon jetzt über eine stattliche Förderung vom Freistaat für den Neubau freuen.

Poinger Schulwesen

4,37 Mio. Euro für die Karl-Sittler-Schule

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4,37 Mio. Euro Zuwendung von der Regierung gibt es für den Neubau der Grundschule in der Karl-Sittler-Straße in Poing

Poing – Nachrichten, bei denen es um staatliche (und manchmal auch stattliche) Zuwendungen an die Gemeinden geht, werden naturgemäß besonders gerne kolportiert. Ein Beispiel: Die Regierung von Oberbayern hat nun für den Ersatzneubau einer Grundschule mit Ganztageszug und einer verlängerten Mittagsbetreuung, Sporthalle und Freisportanlagen in der Karl-Sittler-Straße 12 in Poing eine Zuwendung in Höhe von 4,37 Mio. Euro zugesagt. Darauf machte die Verwaltung am Rande der April-Ratssitzung aufmerksam.

Kleiner Wermutstropfen dabei: Für die Weitsprunganlage wurde aufgrund der schulsportfachlichen Stellungnahme keine Förderung gewährt, da sich aus Sicherheitsgründen die Kombination von Laufbahn mit nur zwei Anlaufflächen zur Weitsprunggrube problematisch darstellt. Laut Regierung von Oberbayern ergeben sich bei nur zwei Anlaufspuren zur Weitsprunggrube gewichtige Sicherheitsmängel. Aus Sicherheitsgründen (erforderlicher Abstand zwischen den übenden Schülern) könnte immer nur ein Kind an der Anlage üben. Bei Klassenstärken bis zu 28 Schülern, ist die Unterrichtsorganisation hierdurch erheblich eingeschränkt.

Aus diesen Gründen erhielt die Gemeinde Poing für die Außensportanlagen insgesamt 11 060 Euro weniger Förderung. Die Herstellung von drei Laufbahnen wäre möglich, jedoch würde dann der Fußweg wegfallen. Eine Umplanung ist möglich, jedoch die Änderung des Förderantrages aufgrund des erforderlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginns aus zeitlichen Gründen nicht.

Insgesamt erhielt die Gemeinde Poing jedoch eine höhere Förderung für die Baumaßnahme, da sich die Fördersätze etwas erhöht haben. Inzwischen hat die Regierung von Oberbayern auch schon den vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt. Die Baumaßnahme kann somit förderunschädlich begonnen werden. 

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