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Im Rahmen einer Seminararbeit haben sich diese Studenten der OTH Regensburg des Asyl-Patenschaftsprojekts in Poing angenommen und unterstützen das Familienzentrum bei der Suche nach weiteren Paten. Vorne v.li: Markus Ammer, Katharina Maier und Simon Sörgel; hinten v.li.: Ronja Eisenreich, Petra Kampermann, Katrin Habighorst, Monika Drahtschmid, Cornelia Ziegelmayer und Judith Fuchs.

Asylbewerber-Projekt

Studenten suchen Paten

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Wie kann man in Poing Pate von Flüchtlingen werden? Was ist zu tun? Wie viel Zeit soll investiert werden? Antworten auf diese und weitere Fragen gab’s beim Infoabend am Donnerstag im Familienzentrum. Fazit: "Alles kann, nichts muss."

Eine Patenschaft ist keine lebenslange Verpflichtung und es handelt sich nicht um eine finanzielle Unterstützung. Diese beiden Punkte hat Margit Haanraets in der Infoveranstaltung deutlich gemacht. „Es geht darum, Zeit mit Flüchtlingen zu verbringen, damit sie rauskommen aus ihren Unterkünften und uns und das Leben bei uns kennenlernen.“

Haanraets ist im Patenschaftsprojekt des Familienzentrums engagiert und selbst Patin. Wer ehrenamtlich Asylbewerber begleiten und unterstützen möchte, die in Poing untergebracht sind, dem sind keinerlei Verpflichtungen auferlegt, erläutert sie den rund 50 Besuchern, die zum Infoabend gekommen waren. Die Zeit, die man für den Flüchtling aufwenden kann und will, bestimme jeder Pate selbst.

„Eine Patenschaft ist eine ehrenamtliche, regelmäßige Begleitung“, erklärt Margit Haanraets. Bestimmte Qualifikationen seien nicht notwendig, auch keine Sprachkenntnisse – außer ein wenig Grund-Englisch. Hauptsächlich aber werde entweder „mit Händen und Füßen“ kommuniziert, oder auf Deutsch. „Die Asylbewerber wollen alle schnell unsere Sprache lernen.“

Am Wichtigsten sei die Freizeitgestaltung. Sport, Ausflüge und so weiter. Bei Bedarf können die Paten den Asylbewerbern bei Behördengängen helfen oder sie zu Arztbesuchen begleiten. „Alles kann, nichts muss“, nennt Haanraets das Motto für die Patenschaften. Die Paten selbst treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. Übers Internet bekommen sie zudem Infomaterial.

Etwa 20 Patenschaften gibt es aktuell in Poing. „Gemessen an der Zahl, wie viele Flüchtlinge bei uns sind, ist das noch wenig“, sagt Haanraets. Um noch stärker auf das Projekt aufmerksam zu machen und weitere Paten zu gewinnen, arbeitet das Familienzentrum seit Kurzem mit der OTH Regensburg (Ostbayerische Technische Hochschule) zusammen.

Neun Studentinnen und Studenten (darunter Katharina Maier aus Poing, die ebenfalls Patin ist) haben Flyer ausgearbeitet und drucken lassen sowie den Infoabend organisiert. Im Rahmen einer Seminararbeit begleiten und unterstützen die Studierenden der Sozialen Arbeit das Patenschaftsprojekt des Familienzentrums Poing.

Die private Initiative „Weltstadtvorstadt mit Herz“ (WSVSmH) des Poinger Journalisten Armin Rösl hat aus dem WSVSmH-Fonds „Kleine Freuden“ die Kosten für Flyer, Plakate und mehr übernommen – mit einer Spende in Höhe von 300 Euro.

Armin Rösl

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