Mitarbeiter des Bauhofs öffnen die Kanaldeckel und -schächte, damit das Wasser frei abfließen kann. foto: rm

Stöpsel gezogen: Überschwemmung in Poing-Süd

Poing - Ein Rohrbruch hat am Dienstagvormittag in der Schulstraße in Poing-Süd zu einer Überschwemmung geführt. Auf einer Länge von etwa 100 Metern stand das Wasser knöcheltief.

Plötzlich schoss in der Schulstraße, Höhe Pfarrheim, das Wasser aus einem Kanal in die Höhe. Binnen weniger Minuten stand auf etwa 100 Metern Länge das Wasser knöcheltief. Schuld daran war ein Rohrbruch des Regenwasserkanals unterhalb der Fahrbahn. "Vor 20 Jahren hat’s an dieser Stelle schon einmal einen Rohrbruch gegeben", erzählt Hans Steinbigler, der seit Jahrzehnten an der Schulstraße wohnt.

Am Dienstagvormittag konnten Mitarbeiter des Gemeindebauhofs Schlimmeres verhindern, in dem sie in die Hofeinfahrt eines angrenzenden Wohnhauses Sand schaufelten. "So konnte dort kein Wasser hineinlaufen", berichtet Emanuel Ruhland, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Poing. Die war mit zehn Kräften angerückt, um die Straße zu sperren und das Wasser wieder ablaufen zu lassen.

Rohrbruch: Hier wird der Stöpsel gezogen

Hierfür suchte Sebastian Halbritter mit Hilfe eines Metalldetektors nach Kanalschächten unterhalb des kleinen Sees. Einer der Gullys befindet sich just an jener Stelle, über der das einzige Auto in der Straße geparkt war. Beherzt hoben und schoben die Feuerwehrler den kleinen Ford Ka ein paar Meter nach vorne, um freien Zugang zum Gully zu bekommen.

Nachdem Mitarbeiter des Bauhofs mehrere Kanaldeckel und -schächte geöffnet hatten, konnte das Wasser so schnell ablaufen, wie es gekommen war.

Armin Rösl

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