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Als wäre ein Amoklauf passiert: Eine Lautsprecher-Durchsage an der Realschule hat Montagnachmittag im Schulzentrum Poing-Nord Verwirrung gestiftet.

Dominik-Brunner-Realschule

Amoklauf-Test sorgt für Verwirrung

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Eine Lautsprecherdurchsage an der Dominik-Brunner-Realschule hat am Montagnachmittag für Verwirrung im Schulzentrum Poing-Nord gesorgt. Die Rede war von einer akuten Gefährdung. Der Text war so, als handle es sich um einen Amoklauf. Es war aber lediglich Test.

Die Durchsage war nicht nur in der Realschule zu hören, sondern auch draußen – über die Außenlautsprecher. Einige Kinder und Passanten, die sich zu dieser Zeit, kurz nach 14 Uhr, im Bereich der drei Schulen (Realschule, Anni-Pickert-Schule und Seerosenschule) aufgehalten hatten, waren verwirrt. Sie erzählten es zuhause, bei einigen Eltern gingen die Alarmglocken los. Am späten Nachmittag, gegen 17 Uhr, ertönte die Durchsage erneut.

Darin hieß es sinngemäß, dass eine akute Gefährdung vorliege und die Kinder ihre Klassenzimmer nicht verlassen dürften – und dass sie sich verbarrikadieren sollten, berichtet Realschuldirektor Matthias Wabner. Ein Szenario wie bei einem Amoklauf.

Dabei war es lediglich ein Test. Wabner erklärt: „Wir hatten vor etwa einem halben Jahr neue, leistungsstärkere Lautsprecher bestellt.“ Am Montag seien sie installiert worden – und getestet. „Dabei hat die Firma einen Standardtext verwendet, der mit uns allerdings nicht abgesprochen war“, erzählt der Schulleiter. In der Schule selbst seien die Schüler und Lehrer vorab per Durchsage darüber informiert worden, dass an diesem Tag ein Testlauf stattfinden werde. Weil die Ansage aber auch über die Außenlautsprecher lief, hörten es nicht nur die Realschüler, sondern beispielsweise auch Eltern, die ihre Kinder von der Mittagsbetreuung abholten. „Das ist unglücklich gelaufen“, gibt Wabner zu.

Keinesfalls, so betont der Direktor der Dominik-Brunner-Realschule, hätte der Text des Testes irgendetwas mit den Flüchtlingen zu tun gehabt, die derzeit in der Turnhalle untergebracht sind. „Wie gesagt: Die Lautsprecher haben wir schon vor einem halben Jahr bestellt.“ Damals war noch gar nicht klar, dass die Realschulturnhalle als Notunterkunft verwendet werden muss.

Die neuen Lautsprecher seien notwendig gewesen, weil die Schuldurchsagen bislang zu leise und schwer zu hören gewesen seien. Die beiden Durchsagen von Montag haben bewiesen: Die Anlage funktioniert.

Armin Rösl

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