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Eine der Fensterscheiben der Realschulturnhalle ist am vergangenen Wochenende massiv beschädigt worden. Vermutlich von den selben Tätern, die auch am Gemeindefriedhof und am Marktplatz ihr Unwesen getrieben haben.

Vandalismus

Jetzt hat's auch die Realschule erwischt

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Am vergangenen Wochenende haben Vandalen noch mehr beschädigt, als bislang bekannt war. Neben Gräbern am Friedhof sowie Beleuchtungen an öffentlichen Weihnachtsbäumen war auch die Dominik-Brunner-Realschule Ziel von Attacken. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

Die Fensterscheibe hat mehrere Sprünge, vermutlich haben die unbekannten Täter Steine aufs Glas geworfen oder mit einem harten Gegenstand dagegen geschlagen. Geschehen am vergangenen Wochenende, an welchem Vandalen auch an anderen Orten in Poing ihr Unwesen getrieben haben. Wie berichtet, wurden unter anderem Gräber auf dem Gemeindefriedhof beschädigt sowie die Beleuchtung der Weihnachtsbäume auf dem Marktplatz und am Friedhof heruntergerissen und zerstört. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

Realschuldirektor Matthias Wabner berichtet, dass man Videoaufzeichnungen vom Bereich der Turnhalle gesichert und der Polizei zur Auswertung übergeben habe. Laut Helmut Hintereder, Leiter der Polizeiinspektion Poing, könne es durchaus sein, dass es sich um die selben Täter handelt wie bei den Sachbeschädigungen am Friedhof und am Marktplatz. Zumindest lasse der Tatzeitraum diesen Schluss zu. Beweise habe man dafür allerdings noch keine.

Die Dreifachturnhalle der Dominik-Brunner-Realschule ist seit Montag für den Schul- und den Vereinsbetrieb gesperrt. Sie wird zur Notunterkunft für Asylbewerber eingerichtet, am gestrigen Dienstag wurden die Betten angeliefert. Realschuldirektor Matthias Wabner hat vom Landratsamt (das für die Realschule und die Turnhalle verantwortlich ist) die Information erhalten, dass noch in dieser Woche etwa 60 Flüchtlinge ankommen und in der Halle untergebracht werden sollen.

Die Sondersituation wird laut Wabner in den nächsten Tagen und Wochen Thema im Unterricht sein. „Wir planen, dass jede Klasse einen Rundgang durch die Halle macht, damit die Schüler sehen, wie die Flüchtlinge hier leben müssen.“ Außerdem wolle er, wenn möglich noch vor den Weihnachtsferien, für alle Schüler eine Informationsveranstaltung anbieten. „Sie sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Fragen loszuwerden“, sagt Wabner. „Damit so gut es geht alles geklärt werden kann und keine Gerüchte entstehen.“ Hierzu möchte er eine Vertreterin des Landratsamtes einladen, die die Asylbewerber in der Poinger Realschule betreuen wird.

„Wir wollen im Unterricht und im Schulbetrieb zu Toleranz und Völkerverständigung beitragen“, betont der Direktor der Dominik-Brunner-Realschule. Zumal dieser Schulname ja von Schülern, Lehrern und Eltern bewusst gewählt worden sei und für Zivilcourage stehe.

Armin Rösl

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