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Nächtliche Saufgelage am Marktplatz

Poing - Eine Gruppe Jugendlicher hat in Poings neuer Ortsmitte für mächtig Ärger gesorgt. In zwei Nächten haben die teils stark Betrunkenen mehrere Polizeieinsätze ausgelöst.

Zahlreiche leere Schnaps- und Bierflaschen, eine Unmenge an weggeworfener Zigarettenkippen und anderer Abfall - dieses Bild bot sich am vergangenen Sonntagmorgen auf und um den Marktplatz in Poings neuer Ortsmitte. In den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag hatte sich dort eine Gruppe von etwa 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgetobt. Zum Leidwesen der Anwohner. "Die waren so laut, dass ich aufgewacht bin", berichtet einer von ihnen. Seinen Namen will er lieber nicht in der Zeitung lesen, "nicht, dass die mein Klingelschild suchen und dann bei mir was kaputt machen". Sonntagmorgen spazierte er über den Marktplatz und den Weg zur Fußgängerunterführung Richtung Bergfeldpark - und entdeckte und fotografierte den Müll.

Poings Polizeichef Helmut Hintereder bestätigt, dass in den beiden Nächten die Polizei am Marktplatz im Einsatz war. Weil die Stimmung "nicht so gut" gewesen sei, hätten die Streifenbeamten Verstärkung angefordert. Am Ende waren fünf Wagen mit zehn Polizisten vor Ort. "Es wurden die Personalien festgestellt", berichtet der Leiter der PI Poing. Die Streifen waren jeweils gegen 1 Uhr am Marktplatz. "Zum Teil waren die Personen stark alkoholisiert. Ihnen wurde der Alkohol, den sie noch dabei hatten, weggenommen."

Immer wieder kommt es auf dem Marktplatz und der Umgebung (Bergfeldpark) zu Saufgelagen und Ruhestörungen, berichten Anwohner. "Im Sommer stört besonders die laute Musik", beklagt sich der Mann vom Marktplatz. Er wohne seit einem Jahr dort, die nächtlichen Auswüchse gehen ihm mittlerweile auf die Nerven. "Warum spricht die Gemeinde Poing kein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen aus?", fragt er.

Darüber wurde im Gemeinderat vor einiger Zeit diskutiert. Eine Notwendigkeit für ein Alkoholverbot sieht man bislang nicht. Zumal unklar sei, wer die Einhaltung des Verbots kontrollieren solle. Um auffällige Jugendliche auf der Straße zu betreuen, hat der Gemeinderat vor gut einem Jahr beschlossen, die bis dahin verwaiste Streetwork-Stelle (aufsuchende Jugendarbeit) neu zu besetzen. Dies ist bis heute nicht gelungen.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Thomas Stark, Büroleiter von Bürgermeister Albert Hingerl, am gestrigen Donnerstag mit: "Die Verwaltung erarbeitet aufgrund der aktuellen Vorfälle derzeit ein Konzept mit möglichen Maßnahmen. Diese sollen nicht zu einer örtlichen Verlagerung innerhalb von Poing führen. Das Konzept wird dem Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung vorgestellt." Termin ist Donnerstag, 12. Februar.

Vom vergangenen Wochenende liegen bei den Ermittlern der Polizei noch weitere Vorgänge auf dem Tisch. An der Bahnhofsunterführung wurde eine Scheibe eingeschlagen, ebenso am Bürgerhaus. Außerdem wurden "mehrere Gleisüberschreitungen" im Bereich des S-Bahnhofs festgestellt, so Helmut Hintereder.

von Armin Rösl

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