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In das Arbeiterwohnheim an der Gruber Straße werden ab Anfang Februar Asylbewerber einquartiert.

Asylunterkunft

Ins Arbeiterwohnheim ziehen Flüchtlinge ein

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In das Arbeiterwohnheim an der Gruber Straße in Poing werden Anfang Februar Asylbewerber einziehen. Hier ist Platz für 135 Personen. Im Auftrag der Regierung mietet das Landratsamt das Gebäude an.

Als so genannte „dezentrale Unterkunft“ für Asylbewerber wird das Arbeiterwohnheim an der Gruber Straße ab dem 1. Februar verwendet. Die Verhandlungen über den Mietvertrag zwischen Landratsamt Ebersberg und dem Betreiber des Gebäudes stünden kurz vor dem Abschluss, informiert Stefanie Geisler von der zuständigen Fachabteilung Soziales in der Kreisbehörde. Die Regierung von Oberbayern, in deren Namen das Landratsamt handelt und das Wohnheim übernehmen wird, habe bereits die Kostenzusage für die Miete erteilt.

Laut Geisler können in dem Gebäude 135 Flüchtlinge untergebracht werden. In Einzel- und Mehrbettzimmern, gemeinsame sanitäre Anlagen sowie Küchen sind vorhanden. Der Mietvertrag soll über einen längeren Zeitraum laufen.

In der Unterkunft werden die Asylbewerber von Sozialarbeitern des Landratsamtes betreut. Ein Sicherheitsdienst, wie er bei den Notunterkünften in Schulturnhallen eingesetzt wird, sei hier nicht notwendig, so Geisler. Lediglich einen Hausmeisterdienst werde es geben – so, wie es bereits im Arbeiterwohnheim der Fall ist.

Aktuell sind in Poing 85 Asylbewerber im Melderegister verzeichnet. Daneben gibt es laut Gemeindeverwaltung 150 Asylbewerber, die zwar bereits ausländerrechtlich, aber noch nicht melderechtlich erfasst worden sind. Macht insgesamt 235 Personen. Durch die wöchentliche Zuweisung durch die Regierung an den Landkreis können sich beide Zahlen täglich ändern. Die Flüchtlinge in Poing sind derzeit in Wohnungen sowie in den Turnhallen der Dominik-Brunner-Realschule und der Seerosenschule untergebracht.

Als weitere Notunterkunft errichtet der Landkreis in Grub, nördlich der Senator-Gerauer-Straße am westlichen Ortseingang, eine Traglufthalle mit Platz für bis zu 300 Personen. Laut Landrat Robert Niedergesäß soll die Halle am 15. März in Betrieb gehen. Wären dann alle Unterkünfte (inklusive Arbeiterwohnheim) voll belegt, würden in der Gemeinde Poing insgesamt etwa 670 Asylbewerber leben.

In einem Pressegespräch am Dienstag betonte Niedergesäß allerdings erneut, dass es sein Ziel sei, die beiden Schulturnhallen so schnell wie möglich wieder für den Schul- und Breitensport frei zu bekommen. Die Flüchtlinge, die momentan darin leben, sollten in die Traglufthalle umziehen.

Armin Rösl

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