Mützen für den guten Zweck: Gitte Halbeck, Chrissy Hollerith und Susi Manda (v.li.), und weitere Frauen häkeln Mützen und Schals, die zugunsten der Aktion „Poinger helfen Poingern“ von Christine Bloch (re.) verkauft werden. foto: rm

Die Poinger Häkel-Damen

Poing - Etwa zehn Frauen aus Poing häkeln und stricken seit Wochen Mützen, Handschuhe und Schals. Die Ware wird am Marktsonntag zu Gunsten der Aktion "Poinger helfen Poingern" verkauft.

Einmal angefangen, können sie nicht mehr aufhören. "Ja, mich hat das Fieber gepackt. Manchmal wache ich in der Früh auf und stricke gleich wieder", gibt Susi Manda zu. Etwa zwei Stunden dauert es, bis sie eine Mütze im Boshi-Stil fertig hat. Mittlerweile hat sie noch weitere Frauen in Poing infiziert. Gitte Halbeck und Chrissy Hollerith zum Beispiel.

Am Mittwochabend haben sich die drei mal wieder getroffen, um gemeinsam zu häkeln - Mützen, Schals, Handschuhe, Pulsstulpen und Babyschuhe. Das alles tun sie aus Spaß an der Freud - und für den guten Zweck. Alle Strickwaren, die von insgesamt etwa zehn Frauen angefertigt worden sind, werden am Marktsonntag, 20. Oktober, am Stand der Aktion "Poinger helfen Poingern" verkauft. Der Erlös kommt bedürftigen Bürgern zugute bzw. der Poinger Tafel.

Deren Initiatorin ist Christine Bloch, die sich seit Jahr und Tag ehrenamtlich für diejenigen Poinger einsetzt, denen es nicht so gut geht. "Eine super Idee", findet sie die Strick- und Häkel-Aktion. Die ist mit dem Marktsonntag nicht beendet. "Wir machen so lange weiter, so lange es eine Nachfrage gibt", sagt das Häkel-Trio.

Das Material stammt ausschließlich aus Spenden bzw. Woll-Resten, die nicht mehr verwendet worden sind. "Der Kreativ- und Strickladen Heimstetten hat beispielsweise Wollreste gesammelt und sie uns zur Verfügung gestellt", erzählt Susi Manda.

Gestrickt haben sie alle schon immer gerne, gestehen sie, "weil man einen schnellen Erfolg sieht, und weil es einen sehr entspannt", sagt Gitte Halbeck. Chrissy Hollerith berichtet, dass sie schon länger nach etwas gesucht habe, wie sie ehrenamtlich tätig sein könne. Das Häkeln sei genau das Richtige, denn: "Da gibt’s keine festen Termine und keinen Zeitdruck. Stricken und häkeln kann ich, wann ich will." Da beginnt Gitte Halbeck zu lachen und erzählt, dass sie ihr Strick- und Häkelzeug auch schon mal raushole, wenn sie woanders zu Besuch ist. "Man kann ja ratschen und häkeln gleichzeitig."

Wer für die weitere Arbeit der Poinger Häkel-Damen Wolle bzw. Wollreste spenden will, kann sich bei Christine Bloch melden, unter Telefon (08121) 80834.

Die Waren der Poinger Häkel-Damen werden am Marktsonntag am Wochenmarkt (in der neuen Ortsmitte) verkauft. Der Stand der Aktion "Poinger helfen Poingern" ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dort gibt es außerdem Restbestände von der Auflösung des Schreibwarenladens von Adi Kielbassa, die er der Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Außerdem im Angebot: Utensilien für die Weihnachtszeit sowie gut erhaltene Dinge vom Poinger Wertstoffhof.

von Armin Rösl

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