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Poinger Metten-Marathon

Poing - In Poing finden an Heiligabend neun Gottesdienste für Kinder und Jugendliche statt. Allein fünf starten gleichzeitig um 16 Uhr. Warum so viele Metten?

Damit möglichst viele Poinger Familien mit ihren Kindern die Geburt Christi feiern können, bieten die katholische und die evangelische Gemeinde an Heiligabend insgesamt neun Gottesdienste an, geeignet für Kleinkinder bis zu Jugendlichen. Um 16 Uhr finden gleich fünf Gottesdienste gleichzeitig statt. "Da wird es zugehen wie auf dem Bahnhof", sagt Poings evangelischer Pfarrer Michael Simonsen scherzend. Weil der Platz nicht für einen einzigen Gottesdienst in der Christuskirche reichen würde, werden drei Familiengottesdienste angeboten, jeweils mit Krippenspiel.

Ein solches gibt es zeitgleich auch in der katholischen Pfarrkirche St. Michael, wo Pfarrer Michael Holzner den Gottesdienst halten wird. Die beiden anderen, die ebenfalls um 16 Uhr beginnen, werden von Martina Hohl (im Pfarrheim St. Michael in Poing-Süd) und von Gemeindeassistentin Carolin Burkhard geleitet.

Nachdem die Kinder versorgt worden sind, kommen die Jugendlichen an die Reihe. Um 17 Uhr beginnt in der evangelischen Christuskirche der Jugendgottesdienst, um 17.45 Uhr feiern die Katholiken, gleich nebenan im Pfarrheim Rupert Mayer, ihre Jugend-Christmette.

Abends finden dann die eigenlichen Metten statt, ab 22.30 Uhr in der Christuskirche und ab 23 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael.

Weil in Poing (14.500 Einwohner) immer mehr Familien mit Kinder leben und die Geburtenrate Jahr für Jahr eine der höchsten in Deutschland ist, ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der Weihnachtsgottesdienste gestiegen. Für manche ist es der einzige Besuch eines Gottesdienstes im Jahr, was aber weder Holzner noch Simonsen stört. "Es ist doch schön, wenn die Leute überhaupt kommen", sagt der katholische Pfarrer. Sein evangelischer Kollege hat beobachtet: "Man merkt bei manchen schon, dass es für sie eine fremde Welt ist und sie die Gepflogenheiten eines Gottesdienstes nicht kennen." Dennoch freue auch er sich über jeden Besucher, selbst über jene, die aus der Kirche ausgetreten sind. "Auch die sind bei uns willkommen", so Simonsen.

Und wann feiern die beiden Pfarrer Weihnachten? "Zwischen 17 und 22 Uhr", antwortet Michael Simonsen. Dann hat der evangelische Pfarrer Pause, die er mit seiner Familie im Pfarrhaus verbringen wird. Sein katholischer Kollege Michael Holzner wird das Fest am 1. Weihnachtsfeiertag privat feiern. "Da fahre ich nach dem 10 Uhr-Festgottesdienst zu meiner Mutter nach München."

von Armin Rösl

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