1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg

Den Poingern reicht's: Die Züge der S2 sollen endlich länger werden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

In den Hauptverkehrszeiten frühmorgens und abends ist die S2 zwischen Markt Schwaben und Ostbahnhof oft überfüllt.
In den Hauptverkehrszeiten frühmorgens und abends ist die S2 zwischen Markt Schwaben und Ostbahnhof oft überfüllt.

Poing - Den Gemeinderatsmitgliedern von Poing reißt der Geduldsfaden: Obwohl der Osten von München ständig wächst, insbesondere Poing, gibt's auf der S-Bahnlinie 2 in den Hauptverkehrszeiten zu wenig Platz. Das soll sich endlich ändern.

In den Hauptverkehrszeiten soll die S-Bahn S2 von und nach München endlich mit längeren Zügen fahren. Diese Forderung wird die Gemeinde Poing erneut an die Deutsche Bahn und das Wirtschaftsministerium richten.

Das Problem ist nicht neu. Auch nicht, dass die Gemeinde Poing zusammen mit weiteren Anrainer-Kommunen entlang des S2-Astes zwischen Ostbahnhof und Markt Schwaben für Verbesserungen bei der S-Bahn kämpft. Weil immer mehr Menschen in den Osten von München ziehen, dort immer weitere Neubaugebiete ausgewiesen werden und sich hier auch stets neue Unternehmen ansiedeln, müsse das Angebot der S2 für die Pendler attraktiver werden - so lautet die Begründung der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim, Markt Schwaben und Poing für ihren gemeinsamen Kampf für eine bessere S-Bahnverbindung nach München und zurück.

Im Jahr 2006 haben die fünf Kommunen ihre Initiative gestartet, passiert ist bislang fast nichts. Die Bahn hat lediglich eine Express-S-Bahn von Markt Schwaben zum Ostbahnhof eingeführt, die in den Hauptverkehrszeiten fährt. Die Hauptforderungen aber sind bislang unerfüllt: dichterer Takt (10 Minuten statt 20) und längere Züge in den Hauptverkehrszeiten, damit die Pendler nicht mehr länger wie die Ölsardinen in der S-Bahn zusammengepresst sind, weil es in den Waggons an Platz mangelt.

Am 13. Oktober 2011 hat die bislang letzte Besprechung der Bürgermeister mit Vertretern der Bahn und des Wirtschaftsministeriums stattgefunden darüber, ob und zu welchen Zeiten zusätzliche Langzüge möglich sind. "Bis heute haben wir nichts mehr davon gehört", sagt Poings Bürgermeister Albert Hingerl. Nun will die Gemeinde nachfassen und die Forderung nach einem größeren Platzangebot in den Hauptverkehrszeiten erneuern. Grundlage hierfür ist ein Antrag der Gemeinderatsfraktion der SPD-Bürgerliste (wir berichteten). Diesem hat der Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstagabend zugestimmt. "Die S-Bahn-Situation ist unerträglich, und sie wird mit jedem Baugebiet unerträglicher", weist Rainer Koch (SPD, Präsident des Bayerischen Fußballverbandes und Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes) auf das Wachstum der Gemeinde Poing hin. Sollte die Bahn nicht bald für eine Verbesserung sorgen, "dann droht auf der S2-Ost-Strecke der Infarkt."

von Armin Rösl

Auch interessant

Kommentare