Poings erste Kinderbetreuung vor dem Aus

Poing - Wegen geringer Nachfrage wird der Frauenbund seine Kleinkinderbetreuung wahrscheinlich schließen. Sie wurde vor 30 Jahren ins Leben gerufen und war die erste ihrer Art.

Vor 30 Jahren, als der Frauenbund Poing gegründet wurde, hatten die Gründungsmitglieder schon bemerkt, dass es an Betreuung für Kleinkinder fehlt. Also riefen sie die Kinderbetreuung ins Leben, damit Eltern zumindest einmal in der Woche für drei Stunden am Vormittag in Ruhe Erledigungen und Besorgungen machen können. "Damals gab es ja noch keinen Kindergarten in Poing", erinnert Annemarie Kotre. Die 58-Jährige leitet heute die Betreuung für Mädchen und Buben im Alter von ein bis drei Jahren, und bislang war die Nachfrage immer groß. "Wir hatten im Schnitt zehn bis zwölf Kinder", berichtet Kotre. Doch seit September 2007 seien es lediglich zwei, drei Kinder, die regelmäßig am Donnerstagvormittag zur Betreuung kommen. Warum? "Entweder liegt es daran, dass es in Poing mittlerweile sehr viele Kinderkrippen und Mutter-Kind-Gruppen gibt, oder es liegt daran, dass wir im alten Pfarrheim in Poing-Süd sind und die Eltern vom Neubaugebiet in Poing-Nord nicht zu uns rüberfahren möchten", vermutet Kotre.

Dabei würde sich die Fahrt doch lohnen, schließlich kostet die dreistündige Betreuung zwei Euro, und eine Anmeldung oder Grundgebühr ist nicht erforderlich. Insgesamt sind es sechs Frauen, die die Kinder betreuen. In zwei Schichten wechseln sie sich ab, immer sind drei Frauen an einem Vormittag für die Kleinen da. "Wir schauen uns die aktuelle Situation noch eine Weile an, aber wenn es nicht besser wird, müssen wir aufhören", sagt Annemarie Kotre. Und das in jenem Jahr, in dem der Frauenbund und mit ihm die Kinderbetreuung ihren 30. Geburtstag feiert. (rm)

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