Im Schaufenster: Thomas Schächtl und Reinhold Petrich sorgen in ihrem Schwabinger Büro dafür, dass Poing bekannt wird. foto: rm

Poings Weg in die Welt führt über Schwabing

Poing - Von einem kleinen Ladenbüro aus wird Poing in die Welt hinaus getragen. Mitten in Schwabing sitzt die Standort-Marketingagentur Allmender, die dafür zu sorgen hat, dass die Wachstumsgemeinde über ihre Grenzen hinaus bekannt wird.

Links der "Haarsalon Susanne", rechts der Eingang zum Wohnhaus. Mittendrin, an der Destouchesstraße in Schwabing, sitzen Thomas Schächtl und Reinhold Petrich. Die beiden 41-Jährigen sind Geschäftsführer der Allmender GmbH, die seit drei Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit Poings, insbesondere der Neubaugebiete, zuständig ist. Den Auftrag dazu haben sie von der Arbeitsgemeinschaft der Bau- und Erschließungsträger (Arge) am Bergfeld erhalten, deren Mitglied auch die Gemeinde Poing ist. "Der Wunsch war es, die Kommunikation zu verbessern und die Öffentlichkeitsarbeit neu auszurichten", erzählen Schächtl und Petrich.

Im Gegensatz zu normalen Bauvorhaben handle es sich bei Poing um einen besonderen Fall. "Hier geht es nicht um den reinen Vertrieb und Verkauf der Immobilien, nach dem Motto: Alles ist verkauft, wir ziehen wieder ab", sagt Thomas Schächtl. Durch die Historie (die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Arge besteht seit den 1980er-Jahren) sei die Arge langfristig an Poing gebunden - und deshalb auch interessiert daran, den Standort, die Gemeinde selbst zu stärken. "Das große Thema ist hier die Nachhaltigkeit." Deshalb engagiere sich die Arge bei vielen Dingen, die nicht direkt etwas mit dem Neubaugebiet zu tun haben: beispielsweise das Volksfest und das Straßenfestival. Die Beteiligung ist meist finanziell, wie auch beim geplanten Neubau einer Unterführung am Poinger S-Bahnhof. Hier ist in einem Vertrag zwischen Gemeinde und Arge festgelegt, dass die Bauträger das Projekt mit vier Millionen Euro unterstützen.

In dem kleinen Büro mitten in Schwabing hängen die aktuellen Pläne der Neubaugebiete an der Wand. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das nächste Wohnquartier Seewinkel, das - wie der Zauberwinkel - Wohnraum für etwa 1400 Menschen bieten wird. "Die Nachfrage von Interessenten ist jetzt schon enorm", berichten Thomas Schächtl und Reinhold Petrich, die mit ihrem Team neben Poing unter anderem die Stadtteilsanierung Hasenbergl in München begleiten und die Pressearbeit für den Bayernpark machen.

In den vergangenen drei Jahren haben die beiden Allmender-Geschäftsführer jene Entwicklung beobachtet, welche auch die Technische Universität München in ihrer vor Kurzem vorgestellten Wohnraumstudie zum Thema gemacht hat: "Am Anfang kamen die Interessenten meist aus Poing und dem direkten Umfeld. Das hat sich immer stärker ausgebreitet, mittlerweile sind viele aus München dabei."

Nachhaltig, dynamisch und familienfreundlich - das hat die Arge am Bergfeld in einem Strategie-Workshop im Jahr 2009 als Parole für Poing ausgegeben. Von dem kleinen Büro in Schwabing soll diese Botschaft in die Welt hinaus getragen werden.

von Armin Rösl

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