Einheitliche T-Shirts waren das Erkennungszeichen der Mitglieder des Organisationsteams. Foto: j. Rossmann

Projekt ganz praktisch

Vaterstetten - Mehr als 20 Experten berichteten vor insgesamt 440 Schülern über ihre Berufe. Innerhalb von vier Stunden konnten sich die künftigen Abiturienten in drei Vortrags- und Fragerunden in kleineren Gruppen informieren. Dahinter steckte eine straffe Organisation - von Schülern für Schüler.

Über ein Jahr dauerten die Vorbereitungen. 15 Schüler aus dem so genannten „Projektseminar Wirtschaft“ am Humboldt-Gymnasium Vaterstetten hatten sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitschüler in der Oberstufe auf dem Weg zum geeigneten Studienplatz, beziehungsweise zum geeigneten Berufswunsch, zu unterstützen. Am Schluss sprachen die Organisatoren von einem „vollen Erfolg“. Das Team war begeistert von der „hervorragenden Resonanz“ seitens der Schüler, der Lehrer und der vortragenden Experten. „Wir haben unser Ziel erreicht und dieser Tag hat unsere Erwartungen sogar übertroffen“, freute sich Anna Lena Hohmann vom Organisationsteam. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Durchführung eines solchen Projekts akribischer Planung bedarf.“ Sogar externe Sponsoren hatten die Schüler gefunden.

Projektseminar Wirtschaft: Die besten Bilder

Berufsinformationstag in Vaterstetten

Berufsinformationstag in Vaterstetten

Im Vorfeld hatten die Organisatoren unter anderem mit einer Umfrage festgestellt, welche Berufsfelder von ihren Mitschülern gewünscht werden. Die entsprechenden Experten wurden gesucht und eingeladen. Die Schüler konnten sich dann für die jeweiligen Vorträge auf Listen eintragen. Die Teilnehmerzahl pro Gruppe war auf etwa 30 begrenzt. Am begehrtesten waren Vorträge aus den Bereichen Wirtschaft und Medien. Die Experten mussten die Teilnahme mittels eines Stempels auf einem Programmflyer bestätigen. Das wurde streng kontrolliert. Unbemerktes „Schwänzen“ war damit ausgeschlossen.

Im Atrium hatten die Organisatoren einen „Info-Point“ aufgebaut. Wer beispielsweise seinen Raum nicht fand, konnte sich hier Unterstützung holen. Und auch ein Kuchenbüfett für die Pausen gab es. Für die Experten wurde ein Lieferservice in die jeweiligen Vortragsräume eingerichtet, wie bei einer großen Tagung. Bei der Begrüßung eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn waren Listen verteilt worden, in die die Experten Kuchenwünsche eingetragen konnten. Während die Vorträge liefen, trafen sich die Organisatoren, um Informationen auszutauschen und Aufgaben zu verteilen. Weil die Kooperation so gut klappte, hatten die Organisatoren sogar die Chance, „einige Vorträge der Experten selber anzuhören“, meinte Anna Lena Hohmann. Aber eigentlich wussten viele Teilnehmer aus dem P-Seminar schon vorher, wohin sie ihr Weg führen könnte. „Zum einen wollen einige in den Bereich Event-Management und haben deshalb dieses Seminar belegt“, erzählt Hohmann. Zum anderen hätte die Gruppe bereits bei der Vorberatung viel über die verschiedenen Berufsfelder erfahren, stellt Hohmann zudem fest. Sie selbst will übrigens Politikwissenschaft studieren, mit dem Fernziel Journalismus.

Zunächst aber steht für alle noch das Abitur auf dem Plan.

Von Robert Langer

Auch interessant

Kommentare