Die Jury bei der Arbeit (v.li.): Albin Zauner, Helmut Mühlbacher, Rosa Quint, Stefan Bircheneder und Franz Ferdinand Wörle. Foto: sro

Qual der Wahl

Ebersberg - Fünf Juroren entscheiden über die Teilnahme an der Jahresausstellung des Kunstvereins Ebersberg.

Keine leichte Aufgabe, die sich die Juroren der Jahresausstellung des Kunstvereins Ebersberg da alljährlich stellen müssen. In ihrer Hand liegen Wohl und Wehe, sie entscheiden, wer an der Ausstellung teilnehmen darf - und wer nicht. Für ihr Votum ernten die Juroren schließlich in der Regel viel Lob - manchmal aber auch Häme und das eine oder andere böse Wort. Klar, immer gibt es enttäuschte Künstler. Aber dies macht den Reiz einer jurierten Ausstellung aus: Am Ergebnis sieht man auch, wie die Juroren denken, wo ihre künstlerischen Präferenzen liegen. Das macht die ganze Sache persönlicher.

So ist es auch in diesem Jahr. Die Künstler Rosa Quint, Stefan Bircheneder, Helmut Mühlbacher, Franz-Ferdinand Wörle und Albin Zauner haben in der vergangenen Tagen entscheiden, wer an der Jahresausstellung, des Kunstvereins Ebersbergs teilnehmen darf - und wer einen der beiden ausgeschriebenen Kunstpreise gewinnt.

„Die Arbeit der Juroren verlief in einer sehr konzentrierten, respektvollen Betrachtung jedes einzelnen Werks“, lobt die 2. Vorsitzende des Kunstvereins, Vera Schüller. „In einer sehr guten Atmosphäre wurden die Argumente diskutiert, bis es zu mehrheitlichen Ergebnissen kam.“ Und wie die aussehen, kann sich jeder Kunstfreund ab Samstag, 7. März, in der Alten Brennerei anschauen. Da wird die Jahresausstellung um 18 Uhr in der Alten Brennerei eröffnet.

Hier ein paar Zahlen und Fakten: 175 Künstler aus ganz Bayern haben insgesamt 274 Werke zur Jurierung eingereicht, darunter 74 Mitglieder des Kunstvereins mit 106 Werken und entsprechend 101 Gäste mit 168 Werken. Die Jury hat schließlich von 22 Kunstvereinsmitgliedern 26 Werke einjuriert und von 44 Gästen 55 Werke. Insgesamt können somit bei der Jahresausstellung 2015 81 Werke von 66 Künstlern betrachtet werden.

Am Sonntag hatten die Künstler letzte Gelegenheit, nicht ausgewählte Arbeiten abzuholen. „Das ist keine schöne Aufgabe“, bedauert Vera Schüller. „Als besonders schade empfinde ich es, wenn langjährige Mitglieder wegen der Ausjurierung ihre Mitgliedschaft im Kunstverein kündigen.“ Damit verscherzen sich diese aber auch die Möglichkeit, an der jährlichen Mitgliederausstellung im August teilnehmen zu können. Da gibt es vorher nämlich keine Jury.

Sabine Heine

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