Durchblick: Im Büro von Bürgermeister Georg Reitsberger und in seinem Vorzimmer wurden neue Fenster eingebaut. Foto: Stefan Rossmann

Marodes Rathaus

Neue Fenster für „alte Kiste“

Vaterstetten - In diesem Jahr soll die Planung des neuen Zentrums Vaterstetten diskutiert werden. So Bürgermeister Georg Reitsberger. Was genau passiert, steht nicht fest.

In früheren Planungen war unter anderem vorgesehen, das bisherige Rathaus abzureißen. Doch jetzt wird teilweise saniert. Unter anderem wurden im Büro des Bürgermeisters neue Fenster eingebaut.

Die Frage nach „Sinn und Zweck dieser Maßnahmen“ sei berechtigt, räumte Bürgermeister Georg Reitsberger auf Anfrage der Ebersberger Zeitung ein. Er verweist auf die weitgereiften Planungen, das Rathaus, die „alte Kiste“, die „Energieschleuder“ durch einen Neubau zu ersetzen. Die zeitnahe Realisierung eines Vaterstettener Ortszentrums mit Neubau des Rathauses habe sich jedoch zerschlagen, weil dringende finanziell sehr aufwändige Pflichtaufgaben „unaufschiebbar geworden sind“. Reitsberger zählt auf: Neubau der Grund- und Mittelschule sowie Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen und notwendige Schulsanierungen. Der Schwimmbadneubau und Sanierungen im Sportanlagenbereich seinen ebenfalls auf den Weg gebracht.

Keine Großveranstaltungen mehr

„So muss zwangsweise das altgediente Rathaus weiterhin gute Dienste tun“, betont Reitsberger. Dabei gebe es aber Einschränkungen: Für glanzvolle Konzertdarbietungen und wilde Faschingsbälle werde das Gebäude wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Grund ist unter anderem der mangelnde Brandschutz, der diese Großverantaltungen unmöglich macht.

Aber für Kunstausstellungen, Vernissagen und Vorträge gebe der große Lichthof immer noch einen schönen Rahmen. so Reitsberger. Wichtig ist dem Bürgermeister aber vor allem, dass das Rathaus weiterhin Arbeitsplatz von Mitarbeitern der Verwaltung bleibe. Das bedeute, dass schlecht schließende Fenster ausgetauscht werden müssten. Und dies nicht nur im Büro des Bürgermeisters, „der im Gegensatz zu seinen Vorzimmerdamen sehr kältetolerant ist“, scherzt Reitsberger. Bereits vergangenes Jahr wurden Fenster am Empfang ausgetauscht. In diesem Jahr sind noch einzelne Zimmer im zweiten Stock vorgesehen. Zug um Zug soll ein Großteil der undichten Fenster des Vaterstettener Rathauses durch Fenster, die dem aktuellen energetischen Standard entsprechen, ersetzt werden.

Dach soll abgedichtet werden

Eine weitere Sanierungsmaßnahme ist ebenfalls in Planung: „Derzeit ist die Ausschreibung für die Sanierung des undichten Daches über dem Lichthof in Vorbereitung, damit kleinere beliebte Veranstaltungen nach wie vor im Trockenen stattfinden können“, so Reitsberger. Der Rathauschef betont auch: „Über Instandhaltungsmaßnahmen im Budgetrahmen entscheidet der Bürgermeister in Beratung mit dem Gebäudemanagement.“

Von Robert Langer

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